Rex Patrick sah sich mit potenziellen sechsstelligen Rechtskosten konfrontiert, sollte er den Rechtsstreit um Dokumente des Aukus-Abkommens verlieren. Die Regierung bestand darauf, dass Patrick die Kosten für die Rechtsvertretung tragen müsse, falls er in diesem Verfahren verlor. Diese Eskalation fand in einem Kampf statt, bei dem mehrere Abgeordnete aus verschiedenen politischen Lagern hinter dem ehemaligen Senator standen.
Der Transparenzaktivist nutzte Gesetze zur Informationsfreiheit, um Details darüber zu erfragen, wo nuklearer Abfall aus der U-Bootflotte gelagert wurde. Er gewann im Mai einen Verwaltungsbeschwerde gegen diese Entscheidung. Das Ministerium für Industrie, Wissenschaft und Ressourcen appellierte jedoch diesen Sachverhalt an das Bundesgericht, um die Entscheidung aufzuheben und eine Anordnung für Patrick zu erwirken, dass dieser die staatlichen Rechtskosten tragen müsse.
Politiker wie Jacqui Lambie und Pauline Hanson verurteilten diese Entscheidung scharf und warnten vor einem Verstoß gegen Regeln, welche die Regierung dazu verpflichteten, als Vorbild im Verfahren aufzutreten. Sie sowie Gewerkschaften und Transparenzgruppen richteten Appelle an die Staatsanwältin Michelle Rowland, jedoch blieben diese unberücksichtigt.
Dokumente, die der Guardian Australia vorlegte, zeigten, dass Rowland letzte Woche erklärte, die Regierung rechtfertige insistieren könne, dass Patrick die Kosten tragen müsse, um ihre Interessen zu schützen. Rowland schrieb einer Gruppe von Abgeordneten, darunter unabhängige Mitglieder und Vertreter der Grünen, dass das Industriedepartement für die Durchführung des Verfahrens verantwortlich sei. Das Ministerium akzeptierte jedoch nicht, dass die Regeln zur Vorbildhaftigkeit im Verfahren die Möglichkeit ausschlossen, Kosten von Patrick zu fordern.
Die Organisationen, darunter die Allianz für Journalistenfreiheit, forderten die Regierung auf, den Rechtsstreit zu stoppen. Tosca Lloyd, eine Aktivistin des Whistleblower Justice Funds, betonte, dass das Risiko einer sechsstelligen Rechtsabrechnung die normale Nutzung der Informationsfreiheitseinschränkungen begrenzte. Sie argumentierte, dass dieser „abschreckende Effekt“ weder hypothetisch noch unbeabsichtigt sei. Die Berichterstattung des öffentlichen Interesses hing vom System der Informationsfreiheit ab, und investigative Journalisten benötigten dieses ständig, um Geschichten aufzudecken, die der Öffentlichkeit zustehen.
Bill Browne, Direktor des Programms für Demokratie und Rechenschaftspflicht des Australian Institute, bemerkte, dass Ministerien und Minister keine Informationsanfragenden bekämpfen sollten. Er stellte fest, dass dies ein weiterer Versuch sei, die Kosten der Überprüfung der Regierung zu erhöhen. Patrick verwies auf rechtliche Präzedenzfälle aus dem Jahr 1912, die eine „Fairness“ in der Vorgehensweise der Regierungen forderten. Er hoffte, dass die Gerichte die irreführende Vorstellung von Fairness und ordnungsgemäßem Verfahren, die von der Staatsanwältin gezeigt wurde, korrigierten.