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Sänger Patrick Bruel wies Verleumdungen ab

Anklagen wegen sexueller Übergriffe in Frankreich führten zu juristischen Auseinandersetzungen

Der französische Sänger Patrick Bruel wies jüngst auf eine Welle von Anschuldigungen wegen sexueller Übergriffe ab. Bruel, 67 Jahre alt, wurde in den letzten Wochen zum Zentrum von Vorwürfen, die von Staatsanwälten geprüft wurden, um mögliche Gerichtsverfahren zu prüfen. Eine der jüngsten Beschuldigten war die bekannte Fernseh- und Radiosprecherin Flavie Flament, welche behauptete, Bruel habe sie 1991 in Paris unter Drogeneinfluss überfallen.

Bruel dementierte die Vorwürfe entschieden. In einem Beitrag auf Instagram erklärte der Künstler, er habe in seinem gesamten Leben nie eine Frau gezwungen, sich auf ihn einzulassen. Er betonte, er habe niemanden unter Drogeneinfluss gesetzt, manipuliert oder versucht, jemanden zu dominieren, und er habe seinen Ruhm nicht zur Begehung von nicht einvernehmlichen Beziehungen genutzt.

Laut der französischen investigativen Webseite Mediapart beklagten rund 30 Frauen sexuelle Misshandlungen durch Bruel. Etwa zehn dieser Fälle wurden in der Vorstadt von Nanterre in Paris von Staatsanwälten untersucht. Ein Fall, der 2020 wegen fehlender Beweise eingestellt worden war, wurde erneut geprüft, sowie zwei weitere Anschuldigungen wurden in Saint-Mâlo in der Bretagne und in Belgien untersucht.

Bruels Anwalt, Christophe Ingrain, erklärte daraufhin, die Geschichte sei erfunden worden und die Beziehung zwischen dem Klienten und Flament sei „vollkommen einvernehmlich“ gewesen. Ingrain betonte, Bruel habe weder auf jemanden eingegangen noch Drogien verabreicht. Diese Aussage wurde von Flament jedoch sofort widerlegt, die erklärte, sie habe keine Beziehung zu Patrick Bruel gehabt.

Flament war eine der ersten Frauen, die in Frankreich vor sexueller Ausbeutung durch einflussreiche Männer warnte. Sie berichtete, dass sie 2016 auf der Französischen Riviera von dem britischen Nacktfotografen David Hamilton verüfften wurde. Diese Anschuldigung führte zu einer Gesetzesänderung, welche die Fristen für Anklagen wegen sexueller Verbrechen gegen Minderjährige verlängerte. Die Gesetzesreform erhöhte die Strafzeit von zwanzig auf dreißig Jahre für Verbrechen, die nach der Tat begangen wurden.

Patrick BruelSexualdelikteFrankreichMediapart

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