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Patrick Bruel wies Anschuldigungen wegen sexueller Übergriffe zurück

Der französische Sänger reagierte auf Vorwürfe und betonte die Fortsetzung seiner künstlerischen Tätigkeit

Der französische Sänger und Schauspieler Patrick Bruel wies mehrere Anschuldigungen wegen sexueller Übergriffe zurück. Bruel protestierte am Sonntag seine Unschuld und erklärte, dass er seine berufliche Tätigkeit nicht niederlegen würde. Die Staatsanwaltschaft von Paris teilte zuvor mit, dass Bruel mindestens vier Beschwerden über sexuelle Übergriffe in Frankreich erhalten hatte, und dass die Fälle gemeinsam untersucht wurden.

In einer Stellungnahme auf seiner Webseite bestätigte Bruel, dass er niemals eine Frau gezwungen hatte. Er bedauerte, falls er jemanden verletzt hatte, dies aufrichtig. Bruel, der eine Reihe von Top-Alben veröffentlichte und in über vierzig Filmen auftrat, sah sich zudem einer separaten Untersuchung in Belgien gegenüber, nachdem im März eine Beschwerde über einen angeblichen sexuellen Übergriff in Brüssel eingereicht worden war.

Seit März veröffentlichte die französische investigativ-journalistische Webseite Mediapart Anschuldigungen von Frauen, die Bruel wegen sexueller Belästigung und sexueller Übergriffe beschuldigten. Bruel wies in seiner Stellungnahme auf diese Vorwürfe hin, die von dem Fernsehmoderator Flavie Flament in Mediapart dargelegt wurden. Er erklärte, dass seine Beziehung weder gewalttätig noch erzwungen noch heimtückisch gewesen sei. Er betonte ferner, dass er seine Berühmtheit niemals zur Missbrauch von Personen oder zur Erlangung von nicht einvernehmlichen Beziehungen benutzt habe. Bruel erkannte an, dass der Altersunterschied bei einer romantischen Beziehung Fragen aufwerfen konnte, und dass Ruhm oder Status eine Beziehung verzerren konnten.

Bruel betonte, dass die Wahrheit von dem Justizsystem enthüllt werde, dem er volles Vertrauen schenkte. Er erklärte, dass die schiere Anzahl der Anschuldigungen nicht ausreichte, um die Wahrheit festzustellen, und dass die Justiz die Aufgabe habe, Licht in diese Vorwürfe zu bringen. Sein Anwalt, Christophe Ingrain, hatte zuvor der Agence France-Presse mitgeteilt, dass Gerichte bereits einige der Anschuldigungen gegen seinen Mandanten entschieden hatten, darunter Vorwürfe sexueller Belästigung und Übergriff durch zwei Massagetherapeuten im Jahr 2019. Eine vorläufige Untersuchung wurde aufgrund mangelnder Beweise eingestellt.

Bruel stand damit im Zeichen einer Reihe von französischen Film- und Musikstars, die sich mit sexuellen Übergriffsvorwürfen konfrontiert sahen. Das jüngste Beispiel war der Filmlegende Gérard Depardieu, der 2021 wegen sexueller Übergriffe während einer Filmaufnahme gegen zwei Frauen verurteilt und einer dreizehnmonatigen Freiheitsstrafe verhängt wurde. Sein Rechtsmittel wurde im November verhandelt.

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