Die staatlich unterstützte Pensionskommission forderte Maßnahmen zur Schließung der Lücke in den Altersvorsorgeersparnissen zwischen Männern und Frauen. Die Kommission informierte die Minister, dass eine grundlegende Überarbeitung der Rentensysteme notwendig sei, um die Ungleichheit in den privaten Ersparnissen zu beheben.
Laut der Kommission besaßen Frauen, die dem Ruhestand nahe waren, im Durchschnitt nur die Hälfte der privaten Rentenersparnisse von Männern. Der Median der Rentenvermögen lag bei 81.000 Pfund für Frauen und bei 156.000 Pfund für Männer. Die Kommission plante, in ihrem Zwischenbericht über die langfristige Zukunft des Rentensystems die Möglichkeiten zu untersuchen, wie die Regierung die geschlechtsspezifische Lücke reduzieren konnte.
Die Kommission betonte, dass die Schließung der Lücke im privaten Altersvermögen nicht nur eine Frage der Fairness sei, sondern auch, dass das Versäumnis dieser Aufgabe die Gefahr barg, die Altersarmut der Rentner zu fördern und die Staatseinnahmen zu schädigen. Die Kommission, die durch Keir Starmer letztes Jahr wiederbelebt wurde, reagierte auf die Befürchtung, dass eine Krise bei der Altersvorsorge bedeutete, dass heutige Arbeitnehmer im Alter ärmer sein würden als die aktuelle Rentnergeneration.
Der Zwischenbericht stützte sich auf Daten des Instituts für Fiskalstudien, welche die sogenannte „Mutterstraf“ aufzeigten. Die Beiträge von Frauen zur Altersvorsorge stagnierten typischerweise nach der Geburt, da sie durch Pflegeverantwortungen oder Teilzeitarbeit aus dem automatischen Anmeldungsrahmen für betriebliche Rentenversicherungen ausgeschlossen blieben. Während die Sparquoten bei Männern stiegen, wuchs die durchschnittliche monatliche Sparrate bei Frauen vor der Geburt ihres ersten Kindes kaum.
Die Kommission stellte fest, dass das Vereinigte Königreich die zweitschlechteste Geschlechterlücke bei den reichen Ländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung aufwies, obwohl die staatlichen Rentenleistungen für Männer und Frauen bis zum Rentenalter 2026 nahezu gleich ausfielen. Lösungen erforderten ein „verbundenes Vorgehen“, welches Reformen der Rentenpolitik und des Arbeitsmarktes sowie den Zugang zu Kinderbetreuung umfasste. Die Kommission schloss, dass die Lücke nicht nur ein Spiegelbild der Lohnlücke sei, sondern durch ein System geformt, das die Realitäten vieler Frauenberufe, wie Karrierepausen für die Pflege und die Mutterstraf, noch nicht vollständig berücksichtigt hatte.