Elbridge Colby, ein hochrangiger Beamter des Pentagon und früherer Skeptiker des AUKUS-Abkommens, spiegelte die Sprache seines Präsidenten bezüglich des nuklearen U-Boot-Deals wider. Colby erklärte, das Programm sei „volle Fahrt voraus“. Er betonte, dass das Pentagon mit dem Fortschritt, der seit der Abschlussprüfung des AUKUS-Abkommens erzielt worden war, sehr zufrieden sei, da diese Prüfung einen Fahrplan für den Erfolg des Programms lieferte. Colby bezeichnete die Zusammenarbeit als ein historisches Unterfangen, insbesondere für Australien. Das erste Virginia-Klasse-U-Boot sollte Australien im Jahr 2032 verkauft werden.
Colby äußerte Optimismus, betonte jedoch auch die Notwendigkeit klarer Handlungsanweisungen. Er erklärte, dass die Vereinigten Staaten keine besseren Verbündeten als Australien besaßen und dass die beiden Nationen eine tiefe Übereinstimmung in der Denkweise genossen. Australien sehe die Angelegenheiten durch die Linse der kollektiven Verteidigung und einer Abschreckungsstrategie durch Verweigerung, welche ein Gleichgewicht der Macht in dieser Schlüsselregion aufrechterhalten sollte.
Auf Nachfragen bezüglich der Produktionsraten der Virginia-Klasse-U-Boote berichtete Colby über die langsame Entwicklung der US-Schiffbaukapazitäten. Die Herstellung der Virginia-Klasse-U-Boote erfolgte derzeit mit einer Rate von ein bis zwei Booten pro Jahr. Um die US-Bedürfnisse allein zu decken, benötigte die Produktion eine Rate von zwei Booten pro Jahr, und um den Verkauf an Australien zu ermöglichen, waren zwei Komma drei Booten pro Jahr erforderlich.
Colby betonte, dass das Pentagon stark auf die U-Boot-Produktion und die Wartung fokussiert war. Er erklärte, dass das Pentagon und die breitere Trump-Administration ein klares Verständnis für die Erwartungen Australiens im Rahmen des AUKUS-Abkommens besaßen. Diese Gespräche dienten dazu, allen Beteiligten eine realistische und stabile Erwartungshaltung zu vermitteln, um dieses historische Ziel zu erreichen, welches allen Beteiligten eine stärkere Position verschaffte.
In derselben Woche, als eine Untersuchung des AUKUS-Abkommens öffentliche Anhörungen in Sydney, Newcastle und Port Kembla erfuhr, äußerte der ehemalige Premierminister Malcolm Turnbull starke Kritik. Er bezeichnete das blinde Vertrauen Australiens in den U-Boot-Deal als „stark verrückt“ und argumentierte, dass das asymmetrische Abkommen mit den Vereinigten Staaten wahrscheinlich zu keiner U-Boot-Lieferung für Australien geführt hätte. Turnbull führte aus, dass die Vereinigten Staaten durch ihre eigenen Gesetze daran gehindert wurden, U-Boote an Australien zu verkaufen, wenn dies ihre eigene Flotte „degradieren“ würde.