Das Pentagon aktualisierte seine offizielle Datenbank für Kriegsverluste am Wochenende. Es erhöhte die Zahl der verwundeten Soldaten um über 140. Des Weiteren führte das Verteidigungs-Verlustanalyse-System (DCAS) eine neue Kategorie für Opfer ein, die als „Operationen im Ausland“ bezeichnet wurde. Diese Kategorie umfasste Personal, das „ab dem 7. Juli“ getötet oder verletzt wurde.
Gemäß der aktualisierten Datenbank belief sich die offizielle Bilanz für die frühe Phase des US-Iran-Krieges, bekannt als Operation Epic Fury, auf 14 getötete Soldaten und mehr als 400 Verwundete. Diese Zahlen standen im Konflikt mit früheren Angaben des Pentagon, welche die Gesamtzahl auf 18 Todesfälle und 482 Verwundete reduziert hatten.
Der Streit entstand nach dem Zusammenbruch des Waffenstillstands mit dem Iran und der Wiederaufnahme nahezu täglicher Luftangriffe, welche am 6. Juli begannen. Analysten und Beamte hinterfragten, ob die Opfer der erneuten Kämpfe separat von Operation Epic Fury gezählt werden sollten. Eine solche Trennung galt als beispiellos.
Die Regierung Trump suchte, die erneute militärische Kampagne von Operation Epic Fury abzugrenzen. Diese Änderung bezog sich auf das Kriegsmachtgesetz von 1973, welches den Präsidenten verlangte, militärische Operationen innerhalb von 60 Tagen zu beenden, es sei denn, der Kongress erteilte eine Verlängerung. Die Regierung argumentierte, dass der April-Waffenstillstand mit dem Iran die Uhr für die anfängliche Phase des Konflikts am 1. Mai gestoppt hatte. Die separate Opferzählung, die am 7. Juli begann, folgte dieser Interpretation.
Die Verschiebung wurde bereits Anfang dieser Woche deutlich, als die offizielle Online-Liste der von den Kämpfen im Iran getöteten Soldaten das Vierer-Team, das am Wochenende starb, nicht enthielt. Dennoch wurden deren Namen in einer Pressemitteilung des Pentagon enthalten, welche die formelle Übergabe ihrer Überreste an die Vereinigten Staaten am Mittwoch ankündigte.
Zusammengenommen mit den aktualisierten Zahlen zu Operation Epic Fury zeigte die neue Pentagon-Bilanz, dass 18 US-Truppen getötet und 624 Verwundete erlitten hatten, seit die Vereinigten Staaten am 28. Februar ihren Krieg gegen den Iran begonnen hatten. Gesetzgeber beider Parteien stellten die Interpretation der Frist des Kriegsmachtgesetzes in Frage.
Der Verteidigungsminister Pete Hegseth antwortete auf die aktualisierten Zahlen in einem Beitrag und erklärte: „Lassen Sie mich diese absurde Täuschung erklären: Das Pentagon tat vor, es gäbe zwei Iran-Kriege, getrennt durch einen kurzen Waffenstillstand. Die Realität: Indem man mehr als 90 Tage ohne kongresselle Autorisierung ging, Bricht die Verteidigungsministerin das Gesetz und muss zur Rechenschaft gezogen werden“.