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Kriminalität

Experte identifizierte wahrscheinlichen Bestattungsort bei Peter Falconio-Mord

Verlassener Rennplatz galt als primäre Tatort-Annahme

Der ehemalige britische Regierungsberater, der an der Suche nach den Überresten des ermordeten Backpackers Peter Falconio mitwirkte, gab an, einen „wahrscheinlichsten“ möglichen Bestattungsort identifiziert zu haben. Es handelte sich um einen verlassenen Rennplatz, der nur acht Kilometer vom Tatort des berüchtigten Überfalles in Barrow Creek lag.

Falconio und seine Partnerin Joanne Lees wurden im Juli 2001 in Australien in der nördlichen Territorien ambuschiert und angegriffen. Bradley John Murdoch, der die Tat verdächtigt wurde, band Lees mit Kabelbindern, was als erzwungene Entführung interpretiert wurde. Murdoch wurde 2005 wegen des Mordes verurteilt, jedoch gestand nicht und sprach nicht über den Verbleib der Überreste. Er starb im letzten Jahr im Gefängnis.

Die jahrzehntelange polizeiliche Suche nach Falconios Überresten basierte auf zwei Annahmen. Die erste postulierte, dass die Suche ein „Nadel im Heuhaufen“-Vorgehen in einem unermesslich großen Gebiet aus rotem Staub und verblichenem Gestrüpp darstellte. Die zweite Annahme war, dass aufgrund dieser Weite nur Murdoch die Behörden zum Fundort führen konnte.

Dr. Mark Harrison, der in den frühen 2000er Jahren der nationale Polizeisuchberater des Vereinigten Königreichs war und weltweit als Berater für „No-Body“-Morde galt, widerlegte diese Sichtweise. Harrison teilte dem Guardian Australia letztes Jahr mit, dass die Chancen auf die Lokalisierung von Falconios Leiche „hoch“ blieben und er fünf mögliche Bestattungsorte mithilfe von Kriminalprofilierung und physischer Ortsanalyse identifiziert hatte.

Harrison stellte fest, dass er die fünf potenziellen Standorte auf drei reduzierte. Er befand, dass der wahrscheinlichste Ort für eine umfassende geoforenzanalytische Suche ein stillgelegter Rennplatz sei. Er erklärte, dass der Rennplatz der nächstgelegene und damit primäre Tatort sei, da die Geographie einzigartig für diesen Fall war. Der Rennplatz bot Schutz und war für den Täter leicht zugänglich. Die alten Gebäude und die Überdachung boten eine hervorragende Verdeckung vor der Sicht. Dies stellte einen entscheidenden Vorteil dar.

Die Kriminalprofilierung lieferte weitere Hinweise. Es wurde angenommen, dass Murdochs Absicht bei der Tat – beim Schießen und Binden von Lees – die Entführung und Vergewaltigung war. Da Murdoch ein langstreckiger Drogenschmuggler war, kannte er das Gelände und plante, Lees an einen spezifischen, isolierten Ort zu bringen. Harrison vermutete, dass dieser beabsichtigte Ort die Bestattungsstätte wurde.

Die Polizei suchte den Rennplatz nach dem Mord, nachdem Lees einen Straßenzug aufrief und zurück zum Roadhouse von Barrow Creek gebracht wurde. Harrison bemerkte, dass diese Suche keine gut versteckte Leiche lokalisierte. Die Empfehlungen von Harrisons Berichten wurden von der nördlichen Territorien-Polizei jedoch nicht vollständig umgesetzt. Die Behörde erklärte, dass die gesamte Bandbreite des Berichts und der vorgeschlagenen Suchtechniken zum damaligen Zeitpunkt nicht durch die Polizei abgedeckt werden konnte.

Harrison betonte, dass moderne Technologien wie Drohnen, Radar und Hunde eine „hohe Sicherheit“ bei der Suche ermöglichen würden. Er argumentierte, dass der wahrscheinlichste Ort lediglich nicht auf dem erforderlichen Vertrauensniveau gesucht worden war. Der Rennplatz war ein potenzieller Tatort, der besichtigt, aber nicht als solches gesucht worden war. Da sich die Umgebung seitdem nicht verändert hatte, bot dies einen erheblichen Vorteil für die Ermittlungen.

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