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Umwelt

PFAS-Vergiftung: Bluttests enthüllten Gesundheitsrisiken in der Nähe der Chemieanlage

Untersuchungen zu PFOA-Verunreinigungen führten zu alarmierenden Ergebnissen und Expertenstreitigkeiten.

Vor Kurzem erlangte eine Frau den erschreckenden Einblick in die Gefahr von PFAS-Chemikalien. Eine Anwohnerin berichtete von der Kontamination von Eiern ihrer Enten, die auf ihrem Grundstück gehalten wurden, mit PFOA-Substanzen. Diese Beobachtung löste eine Untersuchung aus, die die Verunreinigung in der Nähe der AGC Chemicals Europe Fabrik in Thornton-Cleveleys betraf. Die Chemikalien, bekannt als „ewige Chemikalien“ aufgrund ihrer Persistenz in der Umwelt, hatten über Jahre hinweg große Mengen freigesetzt.

Im Jahr 2024 starteten die Wyre Borough Council und die Umweltbehörde eine Untersuchung zur Kontamination von PFOA, einem Karzinogen, das 2020 weltweit verboten wurde. Die Emissionen aus der Fabrik erreichten bis 2012 hohe Mengen. Die Konzentration von PFAS in Sam Hammonds Eiern überschritt das europäische Sicherheitsniveau zehnmalig, was die akute Gefahr verdeutlichte.

Erst vor kurzem veröffentlichte eine Anwaltskanzlei Bluttestergebnisse von 49 Personen, die in der Nähe der Fabrik lebten. Die Ergebnisse zeigten, dass 70 Prozent der getesteten Personen einen kombinierten PFAS-Wert über 20 ng/ml aufwiesen. Die Konzentration bei Sam betrug 25 ng/ml, während die Messung bei ihrem Sohn 111 ng/ml erreichte, was die Besorgnis über die Exposition der jüngeren Generation verstärkte.

Die Ergebnisse enthüllten, dass fast 70 Prozent der Probanden erhöhte PFOA-Werte aufwiesen. PFOA stand in Verbindung mit verschiedenen schweren Krankheiten, insbesondere mit Nierenzellkarzinomen. Eine staatlich beauftragte Studie fand zwar keine höheren Krebsraten, jedoch verzeichneten zwei Gebiete in der Nähe der Fabrik „höhere als erwartete“ Raten von Nierenzellkrebs. Experten kritisierten diese Schlussfolgerung scharf, da sie die Befunde objektiv nicht ausreichend bewertete und die Möglichkeit einer tatsächlichen Schädigung unterschätzte.

Eine anonyme Person berichtete von einem PFAS-Wert von 436 ng/ml und stellte Fragen nach den weiteren Schritten. Die lokale Behörde riet Anwohnern in einem Kilometer Umkreis, die Produkte aus dem eigenen Garten zu waschen und Eier von lokal gehaltenen Vögeln nicht zu verzehren. Zudem planten die Behörden den Schließung von Gemüseanbauflächen in der Nähe der Anlage. Die AGC Chemicals Europe Ltd. räumte ein, dass die Bluttests keine zukünftigen Gesundheitsprobleme vorhersagen und die Biomonitoring-Untersuchung derzeit weder durch den NHS noch durch private Tests empfohlen wurde.

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