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Philippinenische Behörden sperrten Gaming-App wegen Schulschießerei

Temporärer Bann auf GoreBox als präventive Maßnahme

Philippinische Behörden sperrten die Online-Gaming-App GoreBox vorübergehend. Diese Maßnahme erfolgte kurz nach einer seltenen Schulschießerei im Südosten der asiatischen Nation, bei der drei Schüler getötet und zwanzig weitere verletzt wurden. Die Ermittler stellten fest, dass einer der beiden Jugendlichen, die für das Schießen auf Schüler an der San Jose National High School in Tacloban verurteilt wurden, regelmäßig dieses Spiel spielte. GoreBox erlaubte Spielern die Nutzung verschiedener Waffen und zeigte grafische Gewalt.

GoreBox wurde auf dem Google Play Store als eine Plattform beschrieben, die es Spielern ermöglichte, „brutale Kämpfe mit einem umfangreichen Arsenal an Waffen und Sprengstoffen zu führen und die rohen Auswirkungen realistischer Ragdoll-Physik sowie eines intensiven Blutsystems zu beobachten“. Die App, die 2023 von F2 Games veröffentlicht wurde, verfügte über mehr als zehn Millionen Downloads und trug aufgrund ihrer Darstellung extremer Gewalt eine Altersfreigabe von R18+ gemäß der Internationalen Altersklassifizierungs-Koalition.

Das Zentrum für Cyberkriminalität und Koordination (CICC) der Philippinen verkündete, dass es den mobilen Gaming-App einen vorübergehenden Bann erließ. Diese Entscheidung stellte eine präventive Maßnahme dar, die auf eine Untersuchung hingewiesen. Der Untersekretär des CICC, Aboy Paraiso, erklärte, dass man mögliche Online-Einflüsse, die zur tragischen Unversehrtheit beigetragen hätten, nicht ignorieren könne. Die Sperrung erlaubte den Behörden, zu prüfen, ob die Plattform eine Rolle bei den Handlungen der Verdächtigen gespielt hatte.

Darüber hinaus verstärkten die Behörden ihre Überwachungsbemühungen, um Online-Räume zu identifizieren, die junge Nutzer gefährdeten, und um sofort angemessene Eingriffe zu gewährleisten. Paraiso betonte, dass die oberste Priorität die Sicherheit und das Wohlergehen der philippinischen Kinder sei, die über das Internet exponiert waren.

Die Polizei teilte den lokalen Medien mit, dass erste Gespräche darauf hinwiesen, dass die Schüler der neunten Klasse, im Alter von vierzehn und fünfzehn Jahren, möglicherweise gemobbt worden seien und der angeblicher Angriff als Vergeltung ausgeführt worden sei. Das Justizministerium untersuchte die Möglichkeit, dass die Schießerei Teil einer Tendenz nihilistischer gewalttätiger Extremisten sei, welche extreme Gewalt ohne kohärentes ideologisches Gerüst praktizierten.

Die Menschenrechtskommission der Philippinen äußerte sich ebenfalls besorgt. Sie zeigte sich alarmiert über andere jüngste Berichte über Gewalt in Schulen, darunter zwei separate Stichversuche an der Cavite National High School und der Bethel Academy of General Trias in Cavite innerhalb der vergangenen Woche. Diese Vorfälle unterstrichen den dringenden Bedarf an der Stärkung von Maßnahmen, die Gewalt verhindern und Lernende schützen. Die Behörden betonten, dass die Sicherheit der jungen Bevölkerung im Fokus der weiteren Maßnahmen stand.

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