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Politik

Philippinen konden Video über Affe als rassistisch

Konflikt um die Südchinesische See eskalierte nach Provokation in chinesischer Medien

Die Philippinen verurteilten die Darstellung der Nation als „entmenschlichend und rassistisch“ in chinesischen Medien. China Daily veröffentlichte ein Video, das einen Affen in einem philippinischen Hemd zeigte. Das Video stellte den Affen dar, wie er von Flaggen der Vereinigten Staaten und Japans in eine Boot-Karaoke-Bühne geschoben wurde. Nach einer Korrektur für das falsche Lied zog der Affe ein Dokument über die Schiedsentscheidung für die Südchinesische See hervor und wurde dann ins Meer geworfen und mit einem Wasserstrahl getroffen. Diese Darstellung löste eine scharfe Reaktion aus Manila.

Die philippinische Außenministerin forderte die Entfernung des Clips und bezeichnete ihn als „verachtenswürdige Propaganda“. Sie argumentierte, dass solche Bilder und Fehlinformationen das Misstrauen zwischen den Philippinen und China nur vertieften. Das Verteidigungsministerium bezeichnete das Video als „verachtenswürdige Propaganda“ und kritisierte die „moralische und intellektuelle Bankrotterei“ der chinesischen Propagandamachine. Der Verteidigungssekretär Gilbert Teodoro erklärte zudem, dass die „schizophrenen Verhaltensweisen“ der Kommunistischen Partei Chinas nicht ignoriert werden dürften.

Der Konflikt zwischen Manila und Peking konzentrierte sich auf die Spratly-Inseln und den Scarborough-Riff (in China als Huangyan-Insel bezeichnet). Diese Gebiete lagen nur wenige hundert Kilometer von den Philippinen entfernt. Die chinesische Küstenwache setzte regelmäßig Wasserwerfer gegen philippinische Schiffe in den umstrittenen Fahrwassern ein, was zu Schäden und Verletzungen führte.

Ein zentraler Punkt der Spannungen war die Entscheidung des Ständigen Schiedsgerichts in Den Haag, welches die Ansprüche Chinas in der Südchinesischen See als rechtlich unhaltbar erklärte. Peking ignorierte dieses Urteil und bestritt die Zuständigkeit des Gerichts. China Daily kommentierte den Affenclip mit einer Erklärung, die Pekings Position bekräftigte. Die Kommentierung betonte, dass die Schiedsentscheidung keine Lösung für den Frieden bot, sondern eine Konfrontation unter dem Deckmantel des Rechts darstellte.

Zudem eskalierte die Situation durch diplomatische Schritte. Im Juni installierte Peking eine schwimmende Barriere am Eingang des Scarborough-Riffs, welche nach formellen diplomatischen Protesten der Philippinen entfernt wurde. Auch wurde der Verteidigungssekretär Teodoro und seine Familie von China ausgesetzt und durften nicht in das chinesische Festland, Hongkong oder Macau einreisen. Die chinesischen Behörden reagierten auf die philippinische Kritik jedoch nicht.

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