Somali-Piraten haben einen Öltanker vor der Küste Jemens entführt und ihn in Richtung Somalia geleitet. Mehrere Sicherheitsquellen berichteten über die Übernahme des Schiffes MT Eureka im Golf von Aden nahe der Hafenstadt Qana. Die Entführung markiert eine erneute Eskalation der Piraterie in dieser strategisch wichtigen Region des Indischen Ozeans.
Die Entführung des MT Eureka erfolgte am frühen Morgen und die Reederei war zuvor unter der Flagge einer westafrikanischen Nation registriert. Es handelt sich um den zweiten Vorfall für Öltransporter in der Region innerhalb von zehn Tagen, nachdem zuvor ein anderer Öltransport, die Honor 25, ebenfalls von Piraten in der Nähe von Mogadishu entführt wurde. Diese Ereignisse verdeutlichen die anhaltende Bedrohung für die maritime Sicherheit im gesamten Bereich.
Zusätzlich zu dieser Entführung gab es Berichte über weitere maritime Zwischenfälle, darunter die Annäherung bewaffneter Personen auf ein Frachtschiff in der Nähe von Al-Mukala in Jemen. Diese Vorkommnisse deuten auf eine zunehmende Verbreitung der Piraterie entlang der langen Küstenlinie Somalias hin, die die längste Küste Afrikas darstellt. Die Aktivität hat sich seit 2023 verstärkt, da internationale Navigationsoperationen auf den Golf von Aden und Roten Meer auf die Bedrohung durch Houthi-Rebellen fokussiert waren, was Piraten ermöglichte, die Sicherheitslücke auszunutzen.
Obwohl die Regierung Somalias und Organisationen wie die EU NAVFOR anti-piratische Operationen durchführen, haben diese Behörden bislang keine unmittelbaren Maßnahmen gegen die jüngste Entführung angekündigt. Sicherheitsbeauftragte weisen darauf hin, dass die Bewegungen bewaffneter Gruppen entlang der Küste weiter zunehmen und die Lage komplexer ist, als zunächst angenommen. Die Situation erfordert eine kontinuierliche Wachsamkeit der internationalen Gemeinschaft.