Die britische Polizei stoppte den Rechtsextremisten Tommy Robinson bei seiner Rückkehr nach London aus Russland. Die Beamten beschlagnahmten seine Mobiltelefone, als er über den Flughafen Heathrow aus der Türkei zurückkehrte. Robinson, dessen richtiger Name Stephen Yaxley-Lennon ist, hatte während seines Aufenthalts in Moskau Kontakt zu Elon Musks Vater gesucht. Die Maßnahme erfolgte unter Anwendung von Gesetzen, die darauf abzielten, potenzielle Bedrohungen für das Vereinigte Königreich zu verhindern.
Die Beschlagnahmung der Geräte geschah gemäß den Bestimmungen des Gesetzes über Terrorismusbekämpfung und Grenzsicherheit von 2019. Dieses Gesetz erlaubte es der Polizei, Personen zu überprüfen, die verdächtigt wurden, in „feindlichen Aktivitäten“ verwickelt zu sein, welche Staaten außerhalb des Vereinigten Königreichs betrafen. Die Behörden erklärten, dass die Kommunikationseinrichtungen zur Untersuchung eingezogen wurden, woraufhin Robinson freigelassen wurde.
Während Robinson in Russland war, rief er über soziale Medien zu Protesten nach dem Messerangriff in Belfast. Die Überwachungsgruppe Hope Not Hate bezeichnete Robinson als den „bekanntesten Rechtsextremisten in Großbritannien“. Robinson stellte sich in den sozialen Medien als Opfer einer übermächtigen staatlichen Verfolgung dar und bat um Spenden für die Rechtskosten.
Einige Beobachter betrachteten Robinsons Äußerungen über Russland als besorgniserregend. Er äußerte, dass Russland nicht der Feind Großbritanniens sei und dass diese Erzählung längst gestorben sei. Dennoch wies ein Londoner Denkfabrik, das Royal United Services Institute, die Gefahr durch Russland an. Das Institut betonte, dass Russland eine der produktivsten Akteure bei der Durchführung hybrider Kampagnen sei, welche die Politik anderer Länder beeinflussten. Solche Kampagnen verbanden Online-Einfluss, Cyberangriffe und andere Maßnahmen, um physische Auswirkungen zu erzielen.
Ein Aufruhr, den Robinson organisierte, zog im September 1999 hunderttausend Menschen an, und ein weiterer Versammlung brachte im Mai dieses Jahres sechzigtausend Teilnehmer zusammen. Die Behörden betonten, dass die Überwachung solcher Aktivitäten zur Wahrung der nationalen Sicherheit notwendig sei.