Die Polizei beendete die Untersuchung bezüglich der Anschuldigung, die die Liberale Abgeordnete Moira Deeming gegen ihren Kollegen Matthew Guy erhoben hatte. Die Ermittlungen ergaben, dass keine Straftat festgestellt wurde. Deeming meldete die Vorfälle am 16. Juni, als Guy am 23. Mai bei einem Gemeinschaftsereignis in Sunshine angeblich sie angegriffen hatte.
Quellen, die mit Guy in Verbindung standen, bestritten die Anschuldigung vehement und erwogen eine Strafanzeige wegen Verleumdung gegen Deeming. Guy erklärte gegenüber der Zeitung, dass die Behauptungen lächerlich und unbegründet seien, genau wie es die Polizei festgestellt hatte.
In einer Erklärung teilte die Polizei mit, dass sie die Untersuchung nach Meldungen eines Angriffs an einem Veranstaltungsort in Sunshine West am 23. Mai abgeschlossen hatte. Es wurde berichtet, dass eine Frau von einem Mann angegriffen worden war. Die Frau benötigte keine medizinische Hilfe, und der Vorfall wurde der Polizei am 16. Juni gemeldet.
Nach einer gründlichen Untersuchung stellte die Behörde fest, dass keine Straftat vorlag. Die Ermittler sprachen sich zudem mit der Frau, die den Bericht erstattet hatte, in Verbindung.
Die Oppositionsführerin Jess Wilson reagierte auf die abgeschlossene Ermittlung. Sie dankte der Polizei für die zügige Bearbeitung der Angelegenheit, versprach jedoch, erst auf eine Stellungnahme von Guy zu warten, bevor sie weitere Kommentare abgab. Wilson betonte, dass sie Matthew die Gelegenheit gegeben hatte, sich zu äußern, und suchte ein Gespräch mit Deeming, sobald diese aus dem Ausland zurückkehrte.
Die Anschuldigung entstand kurz vor der Wahl und übte erheblichen Druck auf Wilson aus. Sie hatte nach ihrer Ernennung zur Führungskraft der Liberalen Partei Stabilität in die Partei gebracht, die jahrelange interne Streitigkeiten zwischen den gemäßigten und konservativen Gruppen erlebte. Die Partei sah sich zudem einer ernsten Herausforderung durch die aufstrebende Partei One Nation gegenüber, welche die Chancen auf eine Mehrheitsregierung gefährdete. Wilson hatte zuvor eine fünfwöchige Tour durch die achtundachtzig Wahlkreise des Bundesstaates unternommen, um die Koalition als regierungsfähig darzustellen.