Die älteste Brücke von Paris, die Pont Neuf, erlebte eine spektakuläre Transformation. Über Nacht wurde die 17. Jahrhundert-Struktur in eine riesige, aufblasbare Höhlenkonstruktion verwandelt. Die Brücke, ein bekanntes Wahrzeichen, erschien den Pariser Bürgern am Donnerstag fast unkenntlich. Diese Installation, betitelt „La Caverne“, stellte eine temporäre künstlerische Erfahrung dar.
Die Skulptur wurde vom französischen Künstler Jene-René, besser bekannt unter seinem Pseudonym JR, geschaffen. Es handelte sich um ein neues Werk in einer Reihe großer Kunstinstallationen, die die gesamte Stadt durchzogen. Die Höhle misste eine Länge von 120 Metern und reichte in ihrer Höhe zwischen 12 und 18 Metern. Die Installation bot somit eine beeindruckende Dimension, die die historische Architektur der Brücke in einen neuen Kontext stellte.
JR erklärte gegenüber Nachrichtenagenturen, dass er mit diesem Werk eine Gegenüberstellung schaffen wollte. Er versuchte, die rohe und wilde Natur mit der verfeinerten Eleganz von Paris zu juxtaponieren. Er betonte zudem die existenzielle Dimension der Höhle, indem er sprach von dem Unbekannten, der Angst vor dem Eintauchen in eine Höhle und gleichzeitig einer tiefen Faszination. Diese Dualität der Empfindungen bildete den Kern der künstlerischen Aussage.
Die Öffentlichkeit konnte die Installation am 6. Juni besuchen, und sie blieb bis zum 28. Juni geöffnet. Die temporäre Ausstellung bot den Besuchern die Möglichkeit, die historische Struktur der Brücke aus einer völlig neuen Perspektive zu erleben. Die Installation demonstrierte somit, wie Kunst temporär die Wahrnehmung eines ikonischen städtischen Raumes verändern konnte.