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Politik

Private Ermittler zur Untersuchung des Parteivorsitzenden beauftragt

Banks ließ Ermittlungen gegen Hollinrake und Journalisten einleiten; Medienverbände warnen vor Angriffen auf die Demokratie

Arron Banks beauftragte eine private Geheimdienstfirma, um den Parteivorsitzenden der Konservativen, Kevin Hollinrake, sowie einen prominenten Journalisten zu untersuchen. Der Geschäftsmann, ehemaliger Kandidat der Reform UK und Spender für ihre Wahlkampagne, bestätigte am Sonntag, dass er eine Untersuchung gegen Hollinrake initiiert hatte. Die Nutzung privater Ermittler zur Aufklärung dieser Angelegenheiten wurde bereits zuvor von der Mail berichtet, die angab, Banks habe die Firma Precision Risk and Intelligence, die er zuvor besaß, eingesetzt.

Hollinrake hatte die Konservativen auf die Enthüllungen bezüglich der Finanzen von Nigel Farage reagiert. Er stellte Fragen zum fünf Millionen Pfund undeklarierten Geschenk, das Farage vom in Thailand ansässigen Kryptobillionär Christopher Harborne vor der letzten Wahl empfangen hatte. Hollinrake antwortete Banks in einer sozialen Medienmeldung, dass er bei der Nachfrage nach den Fragen die Personen untersuchen solle, die die Fragen stellten. Er erwähnte, dass ein enger Verbündeter von Nigel Farage Berichten zufolge private Ermittler beauftragt hatte, ihn (sowie Journalisten, die dieselbe Geschichte berichteten) zu untersuchen.

Banks erwiderte auf X, dass er Menschen in dieser Welt zwar sah, die etwas geben wollten, aber nicht empfangen konnten. Auf die Frage, ob die Reform UK von der Überwachung wußte, deutete Banks an, dass er allein gehandelt hatte und erklärte: „Ich fahre mein eigenes Boot.“ Diese Entwicklungen folgten auf frühere Enthüllungen, wonach Banks Precision Risk beauftragt hatte, Gabriel Pogrund, den Redakteur des Sunday Times, zu untersuchen.

Diese Enthüllungen lösten die Befürchtung aus, dass andere Journalisten, die die Finanzierung der Reform und Farage untersuchten, einschließlich derer beim Guardian, Ziel der Überwachung geworden sein konnten. Die News Media Association (NMA), die regionale und nationale Medien vertritt, äußerte tiefe Besorgnis und bezeichnete die Maßnahmen als „Angriff auf unsere Demokratie“.

Theo Bamber, Chefunternehmer der NMA, warnte davor, dass aggressive Versuche, journalistische Recherchen abzuwenden, zur Normalisierung werden könnten. Er betonte, dass die Nutzung privater Ermittler, um Journalisten von legitimen Recherchen über öffentliche Figuren abzuhalten, ein Angriff auf die Demokratie sei. Er forderte Ministerien auf, auf diese Bedrohung für die Demokratie zu achten und mehr zu tun, um die unabhängige Berichterstattung zu schützen, welche die Grundlage unseres demokratischen Lebens sei.

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