Präsident Donald Trump hat die kürzlich gestartete US-Initiative zur Unterstützung von Schiffen, die durch die Schließung des Hormus-Straits blockiert sind, vorübergehend gestoppt. Das Projekt, genannt ‘Projekt Freiheit’, wurde ursprünglich als humanitäre Maßnahme konzipiert, um Menschen, Unternehmen und Staaten zu befreien, die sich nicht direkt an Konflikten beteiligt haben. Die Initiative stand jedoch im Kontext intensiver militärischer Auseinandersetzungen, da der Iran den strategisch wichtige Wasserweg kontrolliert und damit einen erheblichen Teil des globalen Öls und Erdgasflusses reguliert.
Seit den Luftangriffen der USA und Israels auf den Iran im Februar stehen die Schifffahrt im Hormus-Strait vor großen Herausforderungen. Die US-Streitkräfte setzten umfangreiche Mittel ein, um die Situation zu stabilisieren, wobei mehrere Kriegsschiffe und Luftfahrzeuge zur Unterstützung des Projekts eingesetzt wurden. Gleichzeitig gab der Iran Berichte über Angriffe auf US-Schiffe und kleinere Boote, was die Eskalationsgefahr weiter erhöhte und die Sicherheitslage für den internationalen Handel verschlechterte.
Die militärischen Bemühungen konzentrierten sich auf die Sicherung der Passage, wobei die Frage aufkam, ob militärische Eskorten für die betroffenen Schiffe notwendig seien. Obwohl die US-Marine-Schiffe den Strait durchquerten und einige kommerzielle Schiffe erfolgreich passieren konnten, blieb die Passage für weitere Frachtschiffe unsicher. Handelsverbände äußerten Bedenken hinsichtlich der Koordination und der Sicherheit der Schifffahrt, da keine klare Struktur für die Unterstützung der Transitrouten existierte.
Die Entscheidung zur Pause des Projekts erfolgte auf Wunsch des Iran, welches eine Verhandlungslösung anstrebte. Experten weisen darauf hin, dass eine dauerhafte Öffnung des Wasserwegs äußerst schwierig sei und eine Eskalation der militärischen Optionen wahrscheinlich sei. Die allgemeine Einschätzung ist, dass eine Wiederaufnahme der Feindseligkeiten eine Frage des Zeitpunkts sei, nicht der Möglichkeit. Die Ceasefire-Vereinbarung bleibt bestehen, und die militärischen Aktionen wurden als unterhalb der Schwelle für einen größeren Konflikt eingestuft.