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Politik

Putin verurteilt NATO bei reduzierten Feierlichkeiten zum Sieg

Russlands Militärparade wird gestrafft; Kriegführung wird als 'aggressive Kraft' bezeichnet

Wladimir Putin nutzte seine jährliche Feierlichkeit am Tag des Sieges, um seinen Krieg in der Ukraine zu rechtfertigen und die NATO scharf zu verurteilen. Während seiner Ansprache vor zahlreichen Militärangehörigen und einigen Weltführern bezeichnete der russische Präsident den Konflikt als einen ‘gerechten’ Krieg und nannte die Ukraine eine ‘aggressive Kraft’, die vom gesamten Bündnis der NATO bewaffnet und unterstützt werde. Diese Äußerungen erfolgten inmitten gedämpfter Feierlichkeiten in Teilen Russlands, die den Sieg der Sowjetunion über Nazi-Deutschland markieren sollten.

Vor den Feierlichkeiten wurde eine dreitägige Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine vereinbart, eine Entscheidung, die von Präsident Donald Trump am Freitag bekannt gab. Für die Parade in Moskau zeigte sich erstmals seit fast zwei Jahrzehnten keine militärische Ausrüstung. Trotz verstärkter Sicherheitsmaßnahmen marschierten Militärangehörige unter erhöhter Kontrolle durch den Roten Platz. Putin erinnerte in seiner Rede an die Opfer der sowjetischen Soldaten während des Zweiten Weltkriegs und verband diese Opfer mit den aktuellen Zielen der Sondermilitäroperation in der Ukraine.

Der Präsident betonte, dass die Generation der Sieger die Soldaten inspiriert, die heute die Ziele der militärischen Aktion verfolgen. Er erklärte, dass die Zukunft des Landes durch die Bürger gewährleistet werde, unabhängig von Änderungen der militärischen Taktiken. Zudem würdigte Putin die Beiträge von Arbeitern, Wissenschaftlern, Ingenieuren und Ärzten, die für den Kriegseinsatz zur Verfügung standen.

An der Veranstaltung nahmen neben Putin auch andere Staatsmänner teil, darunter der belgische Führer Alexander Lukaschenko sowie Präsident Thongloun Sisoulith aus Laos und König Sultan Ibrahim aus Malaysia. Die Anzahl der anwesenden Weltführer war im Vergleich zur letzten Feierlichkeit deutlich geringer. Russische Staatsmedien berichteten, dass die in den Städten stattfindenden Paraden überwiegend Fahrzeuge aus dem Zweiten Weltkrieg zeigten, anstatt moderne militärische Ausrüstung.

Die Entscheidung, die Parade zu reduzieren, begründete die russischen Behörden mit der ‘aktuellen Lage’. Ein russischer Abgeordneter erklärte, dass die Panzer momentan im Kampf seien und mehr auf dem Schlachtfeld benötigt würden. Die Maßnahme wurde zusätzlich durch Bedrohungen mit ukrainischen Drohnen gerechtfertigt, was die Einschränkung der militärischen Präsenz in der Hauptstadt zementierte.

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