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Wirtschaft

Qantas-Präsidenten-Lounge: Alan Joyces Enthüllungen über exklusive Zugänge

Der ehemalige CEO enthüllte die Mechanismen des exklusiven Clubs und wies politische Einflussnahme zurück

Der ehemalige Vorstandsvorsitzende von Qantas, Alan Joyce, enthüllte in seiner kürzlich veröffentlichten Erinnerungsbiografie, wie Mitglieder Zugang zur privaten Vorstandszone der Fluggesellschaft erhielten. Joyce erklärte, dass die Mitgliedschaft in diesem exklusiven Kreis auf eine begrenzte Gruppe von leitenden Angestellten beschränkt blieb. Er betonte, dass der Zugang zu dieser luxuriösen Zone in den großen Flughäfen Australiens streng reguliert wurde.

Joyce beschrieb die Mitglieder des „Einladungs-only“-Clubs als eine Mischung aus hochrangigen Politikern, Richtern, Redakteuren nationaler Zeitungen sowie prominenten Persönlichkeiten. Er führte aus, dass Unternehmen, die jährlich etwa eine Million Dollar für Qantas-Flüge ausgaben, wahrscheinlich eine Mitgliedschaft erhielten, welche zwischen den Führungskräften rotiert wurde. Die Fluggesellschaft gewährte zudem Einladungen an Sekretäre und Stellvertreter von Bundesministerien sowie an Leiter von Behörden und Kommissare.

Die Mitgliedschaft galt als elitär und diskret, da die Exklusivität wichtiger war als die gewährten Vorteile. Joyce versicherte, dass niemand den Zugang durch finanzielle Mittel erwerben konnte und dass Punkteprogramme keinen Platz in diesem Kreis verschafften. Die Fluggesellschaft wies zudem Kontrollmechanismen an, indem sie hohe Verhaltensstandards forderte und Mitglieder bei Verstoß gegen diese Regeln ausschloss.

Joyce wies die Behauptungen zurück, Qantas nutze die Vorstandszone zur politischen Einflussnahme. Er bezeichnete diese Annahme als „die wildeste Behauptung“ und argumentierte, dass die Fluggesellschaft keine Fälle vor dem Obersten Gerichtshof oder dem Bundesgerichtshof verloren hätte, wenn sie tatsächlich Einfluss ausgeübt hätte. Er sah die Vorstandszone als ein Beziehungsinstrument und nicht als Hebel der Kontrolle.

Darüber hinaus thematisierte Joyce die Angelegenheit von kostenlosen Upgrades für Flugreisen. Er bestritt jegliche Erinnerung an Anrufe des Premierministers oder seiner Mitarbeiter, die solche Upgrades anforderten. Er erklärte, dass seine übliche Vorgehensweise gewesen wäre, seinen persönlichen Assistenten die Organisation zu überlassen, und es existierte keine Aufzeichnung, die eine Genehmigung für Upgrades zugunsten des Premierministers belegt. Er bezeichnete diese Versuche als unbegründet und irrelevant für die politische Aufmerksamkeit.

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