Qantas vollendete einen Flug, der als der längste kommerzielle Flug galt. Das Airbus-Geschiff landete am Dienstag in Toulouse, nachdem es eine Strecke von Melbourne nach Toulouse über 24 Stunden und 24 Minuten zurückgelegt hatte. Dieser Flug löste einen Anstieg der Online-Verfolgungsdienste aus und markierte einen bedeutenden Meilenstein für die Luftfahrtindustrie.
Dieser Flug war Teil von Qantas’ Projekt Sunrise. Dieses Vorhaben sah die Nutzung eines neuen Airbus A350-Jets vor, um eine nonstop-Verbindung von Australien nach London zu etablieren. Das speziell angepasste Flugzeug, das als A350-1000ULR bezeichnet wurde, sollte die nonstop-Route von Sydney nach London ab 2027 anbieten. Airbus führte seit Juni eine zweimonatige Testkampagne an diesem Flugzeug durch.
Das Flugzeug betrug 23.075 Kilometer und durchquerte die Pazifischen und Atlantischen Ozeane ohne jegliche Zwischenstopps. Diese Leistung übertraf den bisherigen Rekord von 22 Stunden und 42 Minuten, den ein Boeing 777–200LR im Jahr 2005 zwischen Hongkong und London auf dem Pazifik aufgestellt hatte. Die Flugverfolgungsdienste verzeichneten die Reise als den zweitgenutzten Flug auf ihren Kanälen, wobei über 3,6 Millionen Menschen die Fortschritte des Fluges nach Norden verfolgten.
Qantas beauftragte zudem die Lieferung von zwölf modifizierten A350-1000ULR-Flugzeugen. Diese Maschinen sollten die Ostküste Australiens mit London und New York in etwa zwanzig Stunden verbinden. Ziel dieser neuen Dienste war es, die bisher fünf Tage dauernde Reise auf der sogenannten „Kangaroo Route“ nach London auf einen einzigen Flug von neunzehn bis einundzwanzig Stunden zu reduzieren.
Das erste Flugzeug, das zwanzigtausend zusätzliche Liter Treibstoff transportierte und 238 Passagiere aufnahm, sollte im April 2027 geliefert werden. Qantas erwartete, ab Oktober 2027 tägliche nonstop-Flüge zwischen Sydney und London zu betreiben.