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Wirtschaft

Queensland: Umweltauflagen und die Gefahr der Nachlassverantwortung bei stillgelegten Minen

Regierung prüft Bürokratieabbau, kleinere Bergbauunternehmen warnen vor finanzieller Belastung

Die Regierung von Queensland kündigte eine Überprüfung des Finanzierungsschemas an, welches Bergbauunternehmen zur Deckung der Kosten für Sanierung und Wiederherstellung von Minen verlangte. Diese Maßnahme zielte darauf ab, die bürokratischen Hürden für Ressourcenunternehmen abzubauen und gleichzeitig hohe Umweltstandards zu gewährleisten. Der Schatzmeister David Janetzki und der Bergbauminister Dale Last erklärten, dass die Überprüfung sicherstellen sollte, dass das Schema „zweckdienlich“ blieb und „verantwortungsvolle Ressourcenentwicklung“ förderte, ohne Investitionen einzuschränken.

Last betonte, dass das Finanzierungssystem ein zentrales Anliegen kleinerer Bergbauunternehmen und Entdecker blieb. Er erklärte, dass Queensland eine große Chance habe, weltweit führend in kritischen Mineralien zu werden, und dass die Regierung die Bürokratie abbauen wolle, um die nächste Investitionswelle zu ermöglichen. Janetzki versprach, durch die Überprüfung das Gleichgewicht zwischen den höchsten Umweltstandards für Sanierung und Wiederherstellung sowie den richtigen Investitionsbedingungen für Junior-Bergbauunternehmen zu finden.

Die Lock the Gate Alliance kritisierte jedoch, dass kleinere Bergbauunternehmen die größten Risiken trugen. Claire Gronow, die Koordinatorin der Allianz in Queensland, warnte davor, dass kleinere Unternehmen die Gefahr laufen würden, „abzublicken und eine nicht sanierte Minenstätte zu verlassen“. Sie äußerte Bedenken hinsichtlich einer Entwicklung, bei der größere Bergbauunternehmen Kohleminen nicht durch Sanierung schlossen, sondern diese an kleinere Firmen abgaben. Solche Unternehmen, oft mit einem Portfolio von nur Kohleminen, waren besonders anfällig für Schwankungen in der Branche.

Gronow argumentierte, dass Unternehmen, die ihre finanzielle Sicherheit nicht gewährleisten konnten, den Gewinn nehmen und verschwinden konnten. In Abwesenheit einer adäquaten Sanierungsgarantie könne die Industrie den Profit nehmen und die Verantwortung auf die Öffentlichkeit abwälzen. Sie betonte, dass diese Verantwortung nicht nur eine physische Narbe in der Erde darstellte, sondern auch die Kontamination von Gewässern und dem Großen Barrierereef für kommende Generationen.

Im lokalen Kontext zeigte sich die Problematik deutlich. Trish Goodwin, eine Viehpflegerin in den zentralen Queensland-Hochlanden, stellte die unbefriedigten Verpflichtungen zur Schadensregulierung für ihr Grundstück und ihre Infrastruktur in Frage. Sie fragte sich, wer für die Kosten der Entsorgung und Wiederherstellung verantwortlich sei, wenn die Mine in Unternehmenserhalt geriet. Der Chef der Queensland Resources Council, Janette Hewson, begrüßte die Überprüfung des Finanzierungsschemas, da es bisher ein Hindernis für neue Investitionen im Ressourcensektor darstellte.

Die Menge der ungesannten Bergbauflächen in Queensland stieg von 2019 bis 2024 um zwölf Prozent und umfasste nun mehr als 223.6841 Hektar Land.

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