Ein Radfahrer erhielt Lob für sein entschlossenes Handeln, als er vier Familienmitglieder rettete, die in der Ruhr in Deutschland beinahe ertranken. Die Rettung fand während eines watersidigen Grillfestes statt, das sich in eine Tragödie drehte. Die Familie von acht Personen hatte sich am Ufer des Flusses in der westlichen Stadt Bochum aufgestellt. Die örtliche Feuerwehr berichtete, dass die Versammlung panisch umschlug, als eine Frau zu nah an den Wasserrand kam und in die Strömung stürzte. Eine weitere Frau, die in das Wasser trat, verlor ebenfalls die Kontrolle. Zwei weitere Verwandte eilten herbei, um die anderen in Sicherheit zu bringen. Alle vier Personen, die nicht schwimmen konnten, befanden sich in Gefahr, da sie sich nicht an Land ziehen konnten, obwohl das Wasser an dieser Stelle relativ flach war.
Der Radfahrer, der auch Arzt war, fuhr vorbei und erkannte sofort, was geschah, in der starken Strömung. Er griff entschlossen ein, um die drei Frauen und einen Mann zu helfen, erklärte ein Sprecher der Feuerwehr. Er gelang es, die Opfer aus dem Wasser zu ziehen und leistete Erste Hilfe bei einer Frau, die bereits bewusstlos war. Alle überlebten die Situation.
Nachdem ein Familienmitglied die Behörden alarmierte, transportierten Einsatzkräfte, die zeitnah eintrafen, eine Frau, die sofortige medizinische Versorgung benötigte, ins Krankenhaus. Die anderen drei Opfer erlitten nur geringfügige Verletzungen. Die Deutsche Lebensrettungsorganisation (DLRG), eine freiwillige Wasserrettungsorganisation, entsandte zudem ein Boot an den Unfallort. Die anderen Familienmitglieder benötigten Unterstützung während der fast zweistündigen Rettungsaktion, bedingt durch die traumatische Natur der beinahe verhängnisvollen Tragödie.
Die Verwandten waren tief erschüttert, als sie ihre Familienmitglieder in lebensbedrohlicher Lage sahen, sagte der Sprecher der Feuerwehr. Die Polizei leitete eine Untersuchung ein, um die genaue Ursache des Vorfalls festzustellen. Die örtliche DLRG und die Feuerwehr gaben eine erneute Warnung vor den Gefahren von Flüssen und Bächen, insbesondere für Nichtschwimmer. Die Feuerwehr betonte, dass Strömungen, steile Ufer und kalte Wassertemperaturen selbst erfahrene Personen gefährden konnten. Das Schwimmen in der Ruhr galt aufgrund ihrer unvorhersehbaren Strömungen als lebensbedrohlich. Es wurde darauf hingewiesen, dass man sich ausschließlich auf ausgewiesene und überwachte Badebereiche beschränken sollte.
In jüngster Zeit traten zudem eine Reihe von Ertrinkungsfällen in Deutschland, Großbritannien und Frankreich auf. Eine Organisation der Rettungsorganisationen forderte die Öffentlichkeit auf, vor dem Betreten von Gewässern nachzudenken. Sie betonte, dass wärmeres Wetter leider zu einer Zunahme unbeabsichtigter Ertrinkungen führte und die Vorsicht bei der Nutzung natürlicher Gewässer erhöhte.