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Ralph Carr: Urteil wegen Vergewaltigung und die Zerstörung seiner Karriere

Gericht hört Zeugenaussagen zu psychischen Belastungen und dem beruflichen Verlust

Ralph Carr wurde vor einem viktorianischen Gericht wegen zwei Vergewaltigungsdelikten und einem Fall sexueller Nötigung verurteilt. Das Verfahren fand im vergangenen März 2023 statt. Carr hatte die Anklage nicht bestritten, welche gegen einen ehemaligen Mitarbeiter gerichtet waren.

Im Rahmen der Anhörung erfuhr das Gericht, dass Carr dem Psychiater Dr. Jacqueline Rakov berichtete, er habe sich während seiner Haftzeit absichtlich den Kopf geschlagen, um Selbstverletzung zu begehen, und er erlebte täglich drei bis vier Panikattacken. Dermot Dann KC, der Carr vertrat, erläuterte, dass die Berichte, die auf Video-Gesprächen basierten, zeigten, dass Carr zwanzigdreißig Stunden täglich in seinem Zellenbereich eingeschlossen war.

Dann betonte, dass die Art und Weise der Berichterstattung und die Tragweite des Falles die berufliche Existenz Carr zerstört hatten. Seine Karriere hing von öffentlichen Beziehungen und dem Aufbau von Kontakten ab, die für seine Klienten von Bedeutung waren. Diese Grundlage sei durch die aktuelle Situation vollständig verändert worden.

Dann äußerte zudem Besorgnis darüber, dass Carr Selbstmord begehen könnte, sollte sein Antrag auf eine Aussetzung der Strafe abgelehnt worden sein. Er erklärte, dass die Zerstörung der Hoffnung oder des Ziels für jemanden, der seine Unschuld behauptete, besonders düster und bedrückend sei. Die Situation sei für eine Person, die ihre Unschuld verteidigte, zutiefst tragisch gewesen.

Der Vorwurf ereignete sich im März 2023, nachdem die angeblicher Opfer einen Abend mit Carr verbracht und Kokain konsumiert hatten. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung argumentierten, dass das wichtigste Zeugnis die angeblicher Opfer lieferte. Carr gab während des gesamten Prozesses keine Aussage.

Die Identität Carr wurde innerhalb weniger Tage nach seiner Anklage verschwiegen, da mehrere Gerichte feststellten, dass er aufgrund der Anschuldigungen ein hohes Selbstgefährdungspotenzial besaß. Die Zulassung von Unterdrückungsanordnungen aus psychischen Gründen in Viktorien stand bereits unter Beobachtung, insbesondere nach einem anderen Vergewaltigungsfall mit einer AFL-Identität.

Carr hatte einige der prominentesten Namen der australischen Popmusik seit den neunzigern vertreten, darunter Vanessa Amorosi, Kate Ceberano und Tina Arena. Er verwaltete zudem eine Reihe von AFL-Spielern, allen voran den ehemaligen Richmond-Mittelfeldspieler Dustin Martin, welcher nach dem Urteil sofort alle Kontakte zu Carr abbrach. Die Anhörung setzte sich fort.

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