Die täglichen Raucherquoten in Australien sanken auf ein historisches Tief und entwickelten sich deutlich besser als die nationalen Zielvorgaben. Die jüngste umfassende Umfrage zum Tabakkonsum zeigte, dass die Raucherzahlen signifikant zurückgingen, während die Rates für das Dampfen stabil blieben. Dennoch stellte die Studie fest, dass diejenigen, die weiterhin rauchten, zunehmend illegale Tabakprodukte nutzten.
Die Daten des australischen Instituts für Gesundheit und Wohlfahrt (AIHW) belegten, dass die tägliche Tabakraucherquote bei Personen ab 14 Jahren im Jahr 2025 bei 5,6 Prozent lag. Dies stellte einen deutlichen Rückgang gegenüber 8,3 Prozent im Jahr 2022–23 dar. Die nationale Tabakstrategie zielte darauf ab, die tägliche Raucherprävalenz bis 2025 unter zehn Prozent zu senken, und die Ziele für 2030 wurden auf fünf Prozent oder weniger festgelegt.
Ein historischer Befund war auch die Feststellung, dass mehr als zwei Drittel der Australier, die über 14 Jahre alt waren, nie geraucht hatten. Dies unterstrich den Erfolg der bisherigen Maßnahmen. Gleichzeitig berichteten 34 Prozent der Raucher über den kürzlichen Konsum illegaler Tabakprodukte, ein Anstieg gegenüber 16,7 Prozent im Vorjahr. Über einundzwanzig Prozent der Raucher gaben an, in den letzten drei Monaten unmarkierte Tabakprodukte zu erwerben, während ein Sechstel unmarkierte Produkte (Tabak oder Zigaretten, oft in Plastiktüten) konsumierte.
Die Analyse des Nikotinkonsums zeigte zudem einen Rückgang: Der Anteil der Bevölkerung, der jegliches Nikotin konsumierte, sank auf 15,2 Prozent im Jahr 2025. Experten lobten die bisherigen Erfolge, insbesondere die Wirkung von Verpackungsbeschränkungen, Steuermaßnahmen und der öffentlichen Aufklärung über die gesundheitlichen Folgen des Rauchens.
Allerdings wiesen Fachleute darauf hin, dass die Bekämpfung des illegalen Tabaks eine regulatorische Antwort erforderte, anstatt nur Steuererleichterungen. Einige Argumentierten, dass die hohen Preise legaler Zigaretten die Menschen in den illegalen Markt trieben. Ein Tabakexperte betonte, dass eine Senkung der Steuern wenig bewirkt hätte, da die illegalen Produkte weiterhin günstiger blieben. Es wurde gefordert, die Durchsetzung zu verstärken und die Verkaufsstrukturen zu ändern, indem die Anzahl der Einzelhändler, die Tabak verkauften, stark reduziert wurde.
Zudem gewannen illegale Nikotinbeutel und traditionelles Snus bei jüngeren Australiern an Bedeutung. Diese Produkte fanden sich erstmals in den Daten, wobei 8,4 Prozent der Jugendlichen zwischen 18 und 24 Jahren Nikotinbeutel konsumierten und 3,8 Prozent Snus in diesem Zeitraum nutzten. Die Verantwortlichen der Tabakkommission betonten, dass die Zunahme dieser Produkte eine Kombination aus Durchsetzung und Präventionsmaßnahmen erforderte.