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Kultur

Rebel Wilson in Klage: Vorwurf der vollständigen Geschichtskorrektur

Streit um Rufschädigung und Vertragsverhandlungen im Fokus der Gerichtsverhandlung

Die Hollywood-Schauspielerin Rebel Wilson sah sich in einer Klage von Charlotte MacInnes, einer jungen australischen Schauspielerin, angeklagt, die ihre Reputation durch Beiträge in sozialen Netzwerken geschädigt habe. MacInnes verklagte Wilson wegen angeblicher Rufschädigung in den Jahren 2024 und 2025. Der Kern des Konflikts lag in Wilson’s Behauptung, MacInnes habe eine Beschwerde über sexuelle Belästigung gegen einen Filmproduzenten zurückgezogen, um im Gegenzug berufliche Vorteile zu erlangen. MacInnes bestritt diese Behauptung entschieden und wies die Vorwürfe als unbegründet zurück.

Im Zentrum des Rechtsstreits standen Vorfälle aus dem September 2023. MacInnes und die Produzentin Amanda Ghost befanden sich an einem Strand und begannen eine gemeinsame Bade- und Dusche. Nach einer allergischen Reaktion von Ghost mussten die beiden in eine Unterkunft zurückkehren, um sich aufzuwärmen. Während dieser Zeit nahm MacInnes ein Bad, und Ghost trat kurz darauf ein. Wilson behauptete, MacInnes habe ihr mitgeteilt, dass die Situation sie unwohl gefühlt habe.

Wilson reagierte auf diese Aussage und kontaktierte MacInnes anschließend, um die Angelegenheit zu klären. Wilson übermittelte Ghost eine Nachricht, in der sie MacInnes’ Aussage relativierte und erklärte, es handele sich lediglich um eine „seltsame Situation“, nicht um ein persönliches Unbehagen. Die Gerichte hörten während des Verfahrens auch Behauptungen, Wilson habe eine Webseite zur Verleumdung des Produzenten beauftragt, was Wilson vehement bestritt.

Die Verteidigung von MacInnes argumentierte, dass Wilson den Vorfall als Hebel in Vertragsverhandlungen nutzte, um sich bessere Konditionen zu sichern. Wilson wurde zudem beschuldigt, Frauen bei der Produktion des Films zu einschüchtern, was MacInnes als „völlig unsinnig“ abtat. Die Richterin stellte in ihren Abschlussbemerkungen fest, dass Wilsons Darstellung eine „vollständige Geschichtskorrektur“ sei und logisch nicht haltbar sei. Wilson wurde als „fantastischer Lügner“ bezeichnet, der „schreckliche“ Anschuldigungen aufgestellt habe.

Die Entscheidung der Richterin wird noch ausgesetzt. Wilson steht zudem vor weiteren rechtlichen Verfahren in Australien und den Vereinigten Staaten, die von den Produzenten des Films angeführt werden.

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