Drei Rotkreuz-Freiwillige starben in der Demokratischen Republik Kongo bei Verdacht auf Ebola. Die Organisation erklärte, dass die Todesfälle wahrscheinlich durch den Virus verursacht wurden, welcher den Freiwilligen während ihrer Tätigkeit bei der Behandlung von Leichen befiel. Die Todesfälle traten zwischen dem 5. und 16. Mai in Mongbwalu auf, der nun als Epizentrum des Ausbruchs galt. Die Organisation betonte, dass die Freiwilligen den Einsatz „mit Mut und Menschlichkeit“ vollzogen.
Es wurde vermutet, dass die Freiwilligen den Virus am 27. März in der östlichen Region Ituri ansteckten, als sie an einem Projekt arbeiteten, das nichts mit dem Virus zu tun hatte, bevor der Ausbruch überhaupt identifiziert wurde. Diese Todesfälle stellten die ersten Opfer des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo dar, der bereits über 170 vermutete Todesfälle und 750 vermutete Fälle zur Folge hatte.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erhöhte am Freitag das öffentliche Gesundheitsrisiko durch den Virus in der Demokratischen Republik Kongo von „hoch“ auf „sehr hoch“. Der Chef der WHO, Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, äußerte zudem, dass das Risiko in der breiteren Region Afrikas „hoch“ blieb, es jedoch global „niedrig“ bliebe. Der Ausbruch involvierte eine seltene Ebola-Art, bekannt als Bundibugyo, welche keine nachgewiesene Impfung besaß und etwa ein Drittel der Infizierten tötete.
Experten warnten davor, dass das Berühren des Körpers einer Person, die an Ebola gestorben war, den Virus verbreiten konnte, da Körperflüssigkeiten nach dem Tod weiterhin hoch ansteckend blieben. Parallel dazu meldete die Nachbarregion Uganda Fälle des Virus, und die Afrikanischen Zentren für Krankheitsbekämpfung warnten zehn weitere Länder auf dem Kontinent vor möglichen Auswirkungen.
In der Demokratischen Republik Kongo verbrannte am selben Tag ein von Médecins Sans Frontières bereitgestelltes Zelt in Mongbwalu, wo Ebola-Patienten behandelt wurden. Dies unterstrich die anhaltenden Unsicherheiten und Ängste in der Bevölkerung angesichts der sich schnell entwickelnden Lage. Zudem verstärkten Konflikte in den Regionen Nord- und Süd-Kivu, wo Teile der östlichen Gebiete unter Kontrolle der M23-Rebellen standen, die Schwierigkeiten bei der Bewältigung der Epidemie.