Ein von einem Reform-Stadtrat initiiertes Programm, das darauf abzielte, Union-Flaggen an etwa 180 Laternenpfählen und anderen Orten der Region anzubringen, scheiterte an der Gewinnung jeglicher Sponsoren. Das Programm, das im Herbst vom Stadtrat beschlossen wurde, versprach, den Steuerzahler nicht auf eine einzige Pfennig zu belasten, da die Finanzierung durch lokale Unternehmen erfolgen sollte.
Ein Bericht der zuständigen Behörde rechtfertigte die Kosten von 75.000 Pfund als Mittel zur „Stärkung des zivilgesellschaftlichen Stolzes“. Es wurde argumentiert, dass die nationale Flagge die Einheit und die kollektiven Werte aller Bürger des Vereinigten Königreichs verkörperte.
Nach Kritik an dem Programm und dessen Kosten veröffentlichte Lee Anderson, ein Mitglied der Reform-Partei und ein Abgeordneter aus der Region, ein Video in den sozialen Medien. Er thematisierte die Kritik in den sogenannten „drittrangigen“ Medien, die die Kosten von 75.000 Pfund als Verschwendung von Steuergeldern darstellten. Anderson betonte, dass die Kosten zwar angefallen seien, die Steuerzahler jedoch keine Ausgabe tätigen sollten, da die lokalen Unternehmen die Installation, Instandhaltung und Wartung finanzieren würden.
Ein Sprecher des Stadtrates bestätigte sieben Monate später, dass keine Sponsoren gefunden worden seien und der Stadtrat das gesamte Programm finanziert habe. Darüber hinaus zog der Stadtrat Kontroversen an, beispielsweise eine Verbotspolitik bezüglich der Kommunikation mit Journalisten aus der größten lokalen Zeitung der Region, welche erst durch eine Drohung mit rechtlichen Schritten beendet wurde.
Stadträte der Reform-Partei verfolgten eine klare Linie bezüglich Flaggen: Es sollte nur die Union-Flagge, die Flagge von St. Georg und relevante regionale oder lokale Embleme gehisst werden. Diese Haltung bedeutete, dass ukrainische Flaggen nicht mehr als Zeichen der Solidarität gehisst wurden, eine Entscheidung, die vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj beklagt wurde.
Die Dokumente, die das Flaggenprogramm beschlossen, besagten ferner, dass die Pfosten auch zur Aufhängung von Bannern zur Information über lokale Dienstleistungen sowie zur Werbung für Betreuer und Verwandtebetreuer genutzt würden. Eine Liberale Demokratin bezeichnete die finanzielle Handhabung als unzureichend und verglich die Ausgaben mit den Kosten des gesamten Projekts, was die Kritik an der Verwaltung verstärkte.