Die Regierung erließ neue Regeln zur Steuerung der Nutzung automatisierter Entscheidungsfindung durch künstliche Intelligenz. Diese Vorschriften sollten den Schutz der Bürger, die Sicherheit am Arbeitsplatz sowie den Datenschutz umfassen. Das neue nationale Programm erwartete sich, dass es auch den Verbraucherschutz stärkte. Während die Albanese-Regierung mit dem rasanten Wachstum der künstlichen Intelligenz und dem Boom beim Bau von Rechenzentren konfrontiert war, begannen hochrangige Minister, neue Vorschriften zu entwerfen. Ziel war es, Fairness, Genauigkeit und Transparenz in die Prozesse der künstlichen Intelligenz innerhalb der Regierung zu integrieren.
Föderale Behörden und Stellen setzten weiterhin auf automatisierte Entscheidungen bei bestimmten Dienstleistungsfunktionen ein. Dies löste die Befürchtung aus, dass zunehmend hochentwickelte KI-Systeme menschlich geleitete Prozesse ersetzen würden. Obwohl der Skandal um das illegale Robodebt-Schema die Unzuverlässigkeit mancher automatisierter Prozesse offenbart hatte, veränderte der Aufstieg der künstlichen Intelligenz bereits dramatisch die Art und Weise, wie Daten in der gesamten Wirtschaft genutzt wurden.
Die Staatsanwältin Michelle Rowland leitete die Entwicklung der neuen Regeln zur KI-Regulierung. Gleichzeitig verfolgte die Regierung die Verabschiedung von Gesetzen, die eine digitale Sorgfaltspflicht etablierten. Diese Pflicht legte die Verantwortung auf die Unternehmen der künstlichen Intelligenz, Sicherheitsmerkmale zu integrieren und potenzielle Schäden proaktiv zu beheben. Die Ministerin für Kommunikation, Anika Wells, leitete diese Arbeit. Zudem plante die Regierung eine zweite Runde von Reformen für Datenschutzgesetze, um die persönlichen Daten zum Schutz zu stärken und zu vereinfachen.
Ein weiterer Schwerpunkt des neuen Arbeitsplans lag auf der Sicherheit der Arbeitsplätze im Kontext der künstlichen Intelligenz. Präsident Anthony Albanese verkündete in einer wichtigen Rede Pläne für eine neue Abteilung für künstliche Intelligenz in seinem Ministerium. Dies war Teil eines umfassenden Ansatzes zur Verwaltung und Maximierung der Möglichkeiten, die diese neue technologische Grenze bot. Er versprach den „stärksten möglichen Schutz“ für australische Kreative gegen den Missbrauch ihrer Werke und kündigte Regeln für energieintensive Rechenzentren an. Diese Vorschriften sollten festlegen, wo die massiven Anlagen errichtet werden durften.
Der stellvertretende Minister für Wissenschaft, Technologie und die digitale Wirtschaft, Andrew Charlton, erklärte, dass die Geschwindigkeit des Bauens von Rechenzentren bereits für Regierungen weltweit eine Herausforderung darstellte. Er betonte, dass die Rechenzentren etwa zwei Prozent der Energieversorgung Australiens verbrauchten und dass Prognosen eine sehr rasche Steigerung über die nächsten zehn Jahre vorhersagten. Die Regierung erklärte, dass sie einen weltweit ersten Standard für KI-Rechenzentren implementierte. Dieser Standard sollte sicherstellen, dass lokale Gemeinschaften unterstützt wurden und den negativen Auswirkungen der Anlagen, die zu nah an Wohngebieten oder Schulen lagen, entzogen wurden. Die Kritik an diesem Ansatz kam jedoch. Die stellvertretende Liberale Führungsperson, Jane Hume, bezeichnete den Regierungsansatz zur Regulierung der KI als unzureichend und beschrieb Albanesys Rede als mangelhaft detailliert. Sie verglich die Regulierung von KI durch Datencenter-Regeln mit der Regulierung der Fischereiindustrie und betonte, dass dies weitaus komplexer sei.