Die Bildungsministerin Bridget Phillipson verlangte eine Wettbewerbsprüfung der versteckten Kosten für die Kinderbetreuung. Sie reagierte auf die Bedenken, dass Eltern zusätzliche Gebühren zahlen mussten, obwohl die Regierung eine umfassende Erweiterung der staatlich finanzierten Betreuungsstunden vornahm.
Phillipson schrieb an die Wettbewerbs- und Marktbehörde (CMA) und bat diese, Praktiken zu untersuchen. Dazu gehörten nicht erstattbare Anzahlungen, verpflichtende Zusatzleistungen sowie Einschränkungen, die an staatlich geförderte Betreuungsplätze geknüpft waren. Minister stellten fest, dass zu viele Eltern zusätzliche Kosten tragen mussten, um Plätze in Kitas zu sichern, darunter Vorauszahlungen, zusätzliche bezahlte Stunden und Gebühren für Grundbedürfnisse wie Windeln, Mahlzeiten und Sonnencreme.
Diese Intervention erfolgte, während die Regierung Wege suchte, den Druck auf die Haushaltsbudgets zu mindern. Die Minister waren besorgt, ob Familien die Vorteile der staatlichen Unterstützungspakete tatsächlich erlebten. Die Regierung verkündete zur selben Zeit das Programm „Große Sommerersparnisse“, welches Maßnahmen wie kostenlose Busfahrten für Kinder im August und die Aufhebung von Zöllen auf Grundnahrungsmittel umfasste.
Obwohl das Sommerersparnisprogramm 300 Millionen Pfund wert war, deuteten Studien darauf hin, dass wohlhabendere Haushalte einen größeren Anteil der staatlichen Interventionen genossen als ärmere Familien. Die Regierung betonte, dass berechtigte Familien durch die staatlich geförderten Stunden durchschnittlich 8.000 Pfund pro Kind pro Jahr sparen konnten, wobei über 500.000 Familien von dem Programm profitierten.
Dennoch zeigte eine Umfrage des Instituts für öffentliche Meinung, die vom Bildungsministerium beauftragt wurde, dass fast drei Viertel der Eltern ihre Ersparnisse für zusätzliche Betreuungskosten aufwenden mussten. Mehr als ein Viertel der Befragten erklärte, dass die Erschwinglichkeit die größte Hürde für den Zugang zur benötigten Betreuung darstellte.
Phillipson betonte die Bedeutung der staatlich finanzierten Betreuung und lehnte es ab, eine kleine Minderheit von Betreuungsanbietern zu akzeptieren, die Familien im Verzug ließen. Die Wettbewerbsbehörde sollte zudem die Rolle von Eigentumsmodellen, wie Private Equity, bewerten und prüfen, ob diese zu steigenden Kosten beitrugen oder Risiken für Familien darstellten, die auf lokale Betreuungsangebote angewiesen waren.
Die Behörde erwartete, auch breitere Marktdrücke zu analysieren, wie die Zugänglichkeit der Betreuung, sogenannte „kalte Zonen“ und die Modelle der gegenseitigen Subventionierung, die von Anbietern angewandt wurden. Zudem sollte die Transparenz der Informationen für Eltern, die das System nutzten, geprüft werden. Die Regierung setzte zudem ein neues Online-Tool zur Kosten-von-Leben-Analyse auf, um Eltern zu helfen, ihre Ansprüche und Kosten zu verstehen und lokale Anbieter zu finden. Eine Betreuungsübersicht wurde zudem in mehreren Regionen pilotiert, bevor eine nationale Einführung im Laufe des Jahres erfolgte.