Ein Bundesrichter lehnte den Versuch von Organisationen für Immigranten ab, den temporären Schutzstatus (TPS) für südsudanesische Staatsbürger in den Vereinigten Staaten aufrechtzuerhalten. Das Urteil erlaubte der Trump-Administration somit, die Schutzbestimmungen für diese Staatsbürger zu beenden. Die Entscheidung erfolgte nach einer gerichtlichen Auseinandersetzung, die die rechtliche Grundlage für die Beendigung des Status klärte.
Die Entscheidung traf die US-Bezirksrichterin Patti Saris aus dem Distrikt Massachusetts. Ihre Entscheidung folgte auf ein Urteil des Obersten Gerichtshofs, welches der Trump-Administration die Befugnis gab, den Schutzstatus für Hunderttausende von Häutern und Syrern zu entziehen. Dieses Urteil stürzte untergeordnete Gerichtsentscheidungen in New York und Washington D.C. auf, welche die Administration daran gehindert hatten, den Status für über 350.000 Häuter und etwa 6.100 Syrer zu beenden.
Der Schutzstatus ermöglichte es berechtigten Personen aus bestimmten Ländern, die von Krisen wie Bürgerkriegen oder Umweltkatastrophen bedroht waren, vor der Abschiebung zu bleiben und legal zu arbeiten. Die Argumentation der Kläger, die den Erhalt des Status forderten, stützte sich jedoch auf eine selbstwiderlegende Grundlage. Saris argumentierte, dass die Argumente der Kläger sich selbst untergruben: Wenn das Sicherheitsministerium (DHS) keine Befugnis zur Beendigung des Status besaß, besaß es auch keine Befugnis, den Status ursprünglich zu erteilen. Somit wurde die ursprüngliche Schutzbestimmung für Südsudan ungültig, ebenso wie ihre Beendigung.
Die Argumentation des DHS, den Status für Südsudan zu beenden, erfolgte, da das Land die Voraussetzungen für die Einstufung, die erstmals 2011 erteilt worden waren, nicht mehr erfüllte. Diese Maßnahme hätte den Schutz für über 232 Südsudaner und mindestens 73 Antragsteller mit anhängigen Anträgen beendet. Juristen und Organisationen drängten daraufhin darauf, die Beendigung des Status auf neuen, nicht behandelten rechtlichen Grundlagen zu stoppen.
Die Auswirkungen des Verlusts des Schutzstatus waren gravierend. Immigranten verloren ihre rechtliche Stellung und wurden anfällig für Verhaftung, Inhaftierung und Abschiebung, selbst bei anhängigen Asyl- oder Aufenthaltsanträgen. Die Organisationen betonten, dass der Verlust des Status die Möglichkeit zur legalen Existenz stark einschränkte und die Betroffenen in eine prekäre Lage manövrierte.