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Stadtentwicklung

Rockstars kämpften gegen Hochhausprojekt an der Themse

Mick Jagger und Eric Clapton lehnte Pläne für einen 29-stöckigen Turm ab

Mick Jagger und Eric Clapton bekämpften die Pläne für einen 29-stöckigen Bau an den Ufern der Themse. Die Rockstars lehnte den Bau eines Turms neben der Battersea Bridge ab. Jagger und Clapton führten einen langwierigen Kampf gegen den Bauträger Rockwell Property, der den Bau eines hundert Meter hohen Bauwerks plant. Sollte der Turm auf der südlichen Themsebank in Südwestlondon errichtet worden sein, hätte er die Höhe der berühmten Schornsteine der Battersea-Kraftwerk rivalisiert.

Jagger, der seit den frühen 1960er Jahren auf der Nordseite lebte, erklärte, der Turm mache keinen Sinn und sei auf jeder Ebene völlig falsch gewesen. Er betonte, dass die Fortsetzung des Projekts dazu führen könne, dass weitere hohe Gebäude errichtet wurden und die malerische Uferstrecke der Themse unwiederbringlich veränderte.

Clapton warnte davor, dass die Genehmigung der Pläne ein „Freifahrtschein“ für andere Bauträger bedeuten würde, die entlang des Flusses Türme errichten konnten. Er argumentierte, dass diese Entwickler keine Rücksicht auf die Meinung anderer nahmen, sondern lediglich auf den finanziellen Gewinn bedacht seien.

Rockwell Property hatte zunächst einen 34-stöckigen Turm mit 142 Wohnungen vorgeschlagen, der später auf 110 Wohnungen reduziert wurde, darunter 54 erschwingliche Wohneinheiten. Der Bauträger argumentierte, das Projekt löse einen dringenden Bedarf an neuem, hochwertigem Wohnraum in London. Die Wandsworth-Gemeinde lehnte die Pläne jedoch ab und begründete dies mit der „übermäßigen Höhe und dem Maßstab“ des Vorhabens. Die Gemeinde sah darin eine unzumutbare und unpassende Veränderung, die den räumlichen Charakter der Gegend erheblich beeinträchtigte.

Ein Planungsprüfer entschied, dass das Vorhaben den Stadtbildcharakter in verschiedenen Sichtachsen beeinträchtigte. Er stellte fest, dass der Turm höher und massiver als bestehende Gebäude sei und somit sehr auffällig würde. Der Prüfer bemerkte, dass das Vorhaben die Skyline dramatisch verändern würde und in seiner Höhe isoliert und fremd erscheinen würde, was den räumlichen Charakter schädigte. Der Bauträger zeigte sich enttäuscht von dieser Entscheidung, obwohl er betonte, dass er auf Qualität setzte und renommierte Architekten einsetzte.

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