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Wirtschaft

Fluggesellschaften drohten mit Suspendierung des EU-Passsystems wegen Sommerchaos

Römische Flughäfen erwogen, biometrische Kontrollen zu umgehen, um Überlastung zu vermeiden

Die Flughäfen Roms drohten, das neue digitale Grenzsystem der Europäischen Union für Nicht-EU-Bürger auszusetzen. Dies geschah, um eine mögliche Verkehrschaos während der Hauptsaison des Tourismus zu verhindern, erklärte der Leiter des Flughafengesellschafts. Marco Troncone äußerte seine Besorgnis über die Kapazitätsgrenzen, die das System nicht bewältigte.

Troncone erklärte, dass die Erlaubnis für Passagiere, das biometrische Ein- und Ausreiseverfahren zu umgehen, der einzige Weg sei gewesen, um den Reiseverkehr während des Sommers zu entlasten. Er betonte, dass die Technologie mit den erwarteten Spitzenvolumina nicht vereinbar sei und die vollständige Registrierung nicht gewährleistet werden könne. Die Besorgnis des Verantwortlichen stieg auf eine Skala von zehn auf acht oder neun.

Das digitale Grenzsystem, das im Oktober eingeführt und im April nach Verzögerungen vollständig in Betrieb genommen worden war, litt unter fehlerhafter Technologie. Dies führte bereits vor der Hauptreisezeit zu langen Warteschlangen und es gab Fälle, in denen Passagiere Flüge verpassten. Die Situation zeigte, dass die Implementierung der Kontrollmechanismen nicht den tatsächlichen Reisevolumen standhielt.

In der Branche wurde die Problematik bereits frühzeitig thematisiert. Die Internationale Luftverkehrs-Assoziation (IATA) berichtete, dass die Warteschlangen in einigen Flughäfen sechs Stunden erreichen konnten und während Spitzenzeiten bereits Wartezeiten von dreiinhalb Stunden verzeichnet wurden. Die Branche sah in den Problemen eine wachsende Alarmstimmung.

Ein weiterer wichtiger Punkt war die Zuständigkeit für die Anpassung des Systems. Stefan Schulte, Präsident der ACI Europe, betonte, dass die Entscheidung zur Aussetzung des Systems bei den einzelnen EU-Regierungen lag und nicht bei den Flughäfen. Er kritisierte, dass Politiker nicht vorgaben sollten, als ob das Grenzsystem einwandfrei funktioniere, da dies nicht der Fall sei. Die Europäische Kommission hatte bereits im Mai die „eingebaute Flexibilität“ des Systems zur temporären Aussetzung bestimmter Funktionen thematisiert.

EUFlugverkehrGrenzsystemTourismus

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