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Verbrechen gegen die Menschlichkeit: RSF-Milizen verübten Gräueltaten in El-Fasher

Amnesty International weist auf systematische Gewalt und ethnische Säuberungen in Darfur hin

Die paramilitärischen Kräfte der Rapid Support Forces (RSF) verübten Verbrechen gegen die Menschlichkeit und ethnische Säuberungen während ihrer Kampagne zur Eroberung der Stadt El-Fasher. Ein Bericht einer Menschenrechtsorganisation belegte, dass die Milizen während der Belagerung und Übernahme der Stadt im westlichen Darfur eine der blutigsten Episoden des Bürgerkriegs Sudans darstellten, der zwischen der regulären Armee und der RSF tobte.

Die Verbrechen der RSF umfassten Mord, erzwungene Vertreibungen, Inhaftierungen, Folter, Vergewaltigungen, sexuelle Sklaverei, andere Formen sexueller Gewalt, Versklavung, Extermination und Verfolgung. Amnesty International stellte in ihrem Bericht fest, dass die Kämpfer gezielt Kinder anstırlen und sie auf massive Weise entführten und rekrutierten. Die Organisation argumentierte, dass die Beweise aus den Berichten über über 200 Überlebende auf die Verbrechen des Völkermordes hindeuteten.

Die Forschungsgruppe von Amnesty analysierte Hunderte von Dokumenten und Satellitenbildern und stellte fest, dass viele Opfer aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit gezielt angegriffen und getötet wurden. Arabische Kämpfer der RSF richteten ihre Angriffe gegen Mitglieder lokaler nicht-arabischer Gemeinschaften und nutzten ethnische Beleidigungen, die als „Sklave“ oder „Diener“ übersetzt wurden. Die Verteidiger der Stadt El-Fasher stammten überwiegend aus der ethnischen Gruppe Zaghawa, und die RSF richtete ihre Gewalt gegen Zaghawa-Zivilisten sowie gegen die Kämpfer selbst.

Die Berichte zeigten zudem massive sexuelle Gewalt gegen Männer, Frauen und Kinder, welche als Kriegswaffe eingesetzt wurde. Agnès Callamard, Generalsekretärin von Amnesty International, bezeichnete die Gräueltaten als „eine Fleck auf der Menschlichkeit“ und forderte ein sofortiges Waffenstillstand in Sudan sowie den dringenden Einsatz einer internationalen Kraft zum Schutz der Zivilbevölkerung. Sie betonte die Notwendigkeit der Rechenschaftspflicht für die Kommandanten der RSF, die für Verstöße gegen internationales Recht verantwortlich waren.

Obwohl die Führung der RSF einige Verstöße anerkannte und Untersuchungen einleitete, bestritt sie die Verallgemeinerung der Gräueltaten. Der anhaltende Bürgerkrieg führte zu einer humanitären Katastrophe weltweit: Über vierzehn Millionen Menschen verließen ihre Heimat, und zwanzigacht Millionen Menschen litten unter akuter Hungersnot. Internationale Druckmittel wurden verstärkt auf die Unterstützer des Konflikts ausgeübt, um eine Entschärfung der Lage zu erzwingen.

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