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Welt

RSF verdarb Verbrechen gegen die Menschlichkeit in El Fasher

Amnesty International wirft ethnische Säuberung und Kriegsverbrechen vor

Die paramilitärische Rapid Support Forces (RSF) verdarb Verbrechen gegen die Menschlichkeit und ethnische Säuberung in El Fasher, so Amnesty International. Die Organisation behauptete, die RSF beging während ihrer Eroberung El Fasher im vergangenen Jahr systematische Angriffe gegen Zivilisten. Diese Verbrechen umfassten Mord, Folter, Vergewaltigung, Versklavung und sexuelle Sklaverei, welche als Teil eines weitverbreiteten und systematischen Angriffs gegen die Bevölkerung galten.

In einem Bericht, den Amnesty International veröffentlichte, beschuldigte die Organisation die RSF zudem, gezielt Kinder während der Angriffe in der Stadt in der Region Nord-Darfur anzugreifen. Die paramilitärische Truppe eroberte Ende Oktober El Fasher, das letzte Bollwerk der sudanesischen Streitkräfte in der Darfur-Region, nach einer achtzehnmonatigen Belagerung. Diese brutale Übernahme war von Massenmorden begleitet, bei denen Zehntausende von Menschen starben.

Eine unabhängige Untersuchungsmission der Vereinten Nationen stellte fest, dass die Übernahme El Fasher durch die RSF „Anzeichen von Völkermord“ gegen nicht-arabische Gemeinschaften zeigte. Amnesty International stellte fest, dass die RSF Kriegsverbrechen in El Fasher und den umliegenden Gebieten zwischen Mitte 2024 und Ende 2025 begangen hatte. Die Organisation konkludierte, die paramilitärische Truppe zielte wiederholt auf nicht-arabische Zivilisten und nutzte in ihren Angriffen abfällige und entmenschlichende Sprache. Die RSF beging somit das Verbrechen der Verfolgung aufgrund der ethnischen Zugehörigkeit.

Die Zerstörung von Städten und Dörfern durch die RSF zwischen Dezember 2024 und März 2025, darunter Abu Zerega, welches von nicht-arabischen ethnischen Gruppen bewohnt wurde, entsprach der Definition der ethnischen Säuberung. Die von der paramilitärischen Truppe begangenen Misshandlungen hinterließen unzählige Kinder waisen und vertrieben Hunderttausende andere, welche bei den Angriffen oder auf der Flucht dem Tod und der Verletzung ausgesetzt waren.

Agnès Callamard, Generalsekretärin von Amnesty International, erklärte, der Krieg in Sudan sei ein Krieg gegen die Zivilbevölkerung. Sie betonte, dass die Welt über die Schrecken informiert worden war, denen die Zivilisten in El Fasher gegenüberstanden, als die RSF die Stadt belagerte. Sie bezeichnete die Situation als „eine Fleck auf der Gewissenhaftigkeit der Menschheit“. Amnesty International nannte drei RSF-Kommandanten, die für schwerwiegende Verletzungen des internationalen Rechts verantwortlich waren: Generalmajor Gedo Hamdan Ahmed Mohamed, bekannt als „Abu Shok“, Oberstleutnant Abbas Khater Bakhit und Kommandeur Al-Fateh Abdullah Idris, bekannt als „Abu Lulu“.

Amnesty forderte eine sofortige Waffenruhe und den dringenden Einsatz einer internationalen Kraft zum Schutz der Zivilbevölkerung. Callamard forderte, dass die internationale Gemeinschaft über bloße Bedenken hinausgehen und konkrete Schritte unternehmen müsse, um den Kreislauf der Straflosigkeit zu durchbrechen.

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