Eine eingehende Studie des Thinktanks Resolution Foundation zeigte, dass die Rückgängigmachung von Steigerungen der Beschäftigungssteuern wenig zur Jobsuche junger Menschen beitrug. Die Organisation forderte, dass Regierungen anstelle dieser Maßnahmen zusätzliche Mittel für Ausbildungsinitiativen und den Ausbau von Jugendfördergeldern bereitstellen sollten.
Die Studie bemerkte, dass Kürzungen bei den nationalen Sozialversicherungsbeiträgen der Arbeitgeber und eine Senkung des Mindestlohns für Personen unter 21 Jahren – Maßnahmen, die von Wirtschaftsverbänden gefordert wurden – kaum die Chancen junger Arbeitskräfte verbesserten. Die Experten argumentierten, dass Arbeitgeber Zugang zu gezielten Arbeitsplatzsubventionen benötigten, da dies der kosteneffizienteste Weg sei, junge Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren.
Der Bericht stellte fest, dass ohne gezielte Maßnahmen die hohe Zahl der Jugendlichen, die weder beschäftigt noch in Bildung noch in Ausbildung waren (Neets), welche im laufenden Jahr eine Million überschritten, die Lebensverhältnisse einer Generation gefährdete. Ein ehemaliger Gesundheitsminister präsentierte bereits im letzten Monat den ersten Teil eines Regierungsberichts, der die Gründe für die Zunahme von Neets im Alter von 16 bis 24 Jahren darlegte.
Die Analyse der Auswirkungen von Steueranpassungen ergab, dass die Abschaffung der Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung für Personen unter 25 Jahren sehr kostspielig gewesen wäre. Diese Maßnahme hätte lediglich 38.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen, was ein ineffizienter Kostenfaktor von 132.000 Euro pro Job darstellte. Ebenso zeigte die Analyse, dass die Rückgängigmachung von Mindestlohnanpassungen nur einen begrenzten Effekt auf die Beschäftigungsquoten hatte und gleichzeitig erhebliche Kosten für die Regierung verursachte.
Stattdessen empfahl die Resolution Foundation, die kosteneffizientesten Programme der Regierung zu verstärken. Dies umfasste den Ausbau der Jugendfördergelder, die Erweiterung der Arbeitsgarantie für junge Menschen, die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch in Anspruch nahmen, sowie die Reform der Wachstums- und Qualifizierungsabgabe, um junge Menschen optimal zu unterstützen.