Die südöstlicheuropäische Region sah sich einer Energiekrise durch extreme Hitze und Niedrigwasser gegenüber. Rumänien führte eine kontrollierte Explosion durch, um Wasser zu lenken und die Kühlung des Cernavodă-Kernkraftwerks zu unterstützen. Rund 180 Kilogramm Sprengstoff dienten dazu, einen Fels zu bewegen, der den Wasserfluss in den alten Donau und das Kraftwerk blockierte. Der Verteidigungsminister Radu Miruță bezeichnete die Maßnahme als Erfolg, da sie die Kühlung des Kraftwerks und den Wassertransport auf dem Fluss verbesserte. Er betonte, dass jeder zusätzliche Arbeitstag des Kraftwerks den Aufwand der Explosion überstieg.
Die anhaltenden extremen Wetterbedingungen zwangen Unternehmen zur Anpassung. Hersteller wie Dacia und Ford setzten ihre Produktion in Rumänien vorübergehend aus. Die Dürre limitierte die Stromerzeugungskapazitäten des Landes, was zu einer Energieknappheit führte. Unternehmen reduzierten den Energieverbrauch, um die Stabilität des Stromnetzes zu gewährleisten und die Möglichkeit einer Abschaltung der zweiten Anlage des Kernkraftwerks zu verhindern. Der Premierminister Ilie Bolojan warnte vor einem erheblichen Energiedefizit zwischen 19 und 23 Uhr, da das Land auf importierte Energie angewiesen war.
Die Niedrigwasserstände auf der Donau wirkten sich auf den Gütertransport und die Energieversorgung in ganz Europa aus. Wasserstraßen wurden zu einer unzuverlässigen Transportmöglichkeit für Getreide und Öl. Die Produktion am Staudamm Djerdap 1 in Serbien sank auf zwanzig Prozent der Kapazität, und Kühlsysteme in Kohlekraftwerken wurden gestört, was zu Produktionskürzungen führte. Diese Dynamik stochte die Befürchtungen hinsichtlich der wirtschaftlichen Auswirkungen der Hitze und unregelmäßigen Niederschläge.
Parallel dazu kämpften Hunderte griechische Feuerwehrleute vier Tage lang gegen ein riesiges Waldbrandgebiet nördlich von Athen. Starke Winde fegten Flammen in die Wohngebiete und Wälder. Zwei Hubschrauber stürzten westlich von Athen zusammen, wobei die beiden Besatzungsmitglieder ums Leben kamen. Der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis bestätigte den Tod eines Dänen und eines Griechen.
Auf politischer Ebene intensivierte die EU die Maßnahmen zur Stärkung der Außengrenzen. Die Europäische Kommission präsidientin Ursula von der Leyen forderte Spanien auf, die Grenzen an kritischen Punkten zu stärken. Italien informierte die EU über die vorübergehende Wiederaufnahme von Grenzkontrollen mit Spanien. Diese Maßnahme erfolgte aufgrund von Bedrohungen der öffentlichen Ordnung und der Verwaltung der Migrationsströme aus Ceuta, was ein Risiko für sekundäre Bewegungen innerhalb des Schengen-Raumes darstellte.