Ein russischer Drohnenangriff traf in der Nacht ein Wohngebäude in Galați, Rumänien, einem Mitgliedstaat der NATO. Der Vorfall, bei dem zwei Personen verletzt wurden, löste eine sofortige und weitreichende Reaktion von den westlichen Allianzen aus. Der NATO-Generalsekretär Mark Rutte sprach mit dem rumänischen Präsidenten Dan und versicherte ihm die „absolute Solidarität“ der Allianz. Er betonte, dass die NATO bereit sei, jede Zollgrenze zu verteidigen und die Bereitschaft zur Abwehr jeglicher Bedrohung, einschließlich Drohnenangriffen, kontinuierlich zu steigern.
Rutte verurteilte das „rücksichtslose Verhalten“ Russlands und stellte klar, dass die Implikationen der illegalen Kriegsführung nicht an die Grenze stoßen. Er forderte das Ende des Krieges und den Verzicht auf die Missachtung der zivilen Sicherheit. Die Allianz versprach, ihre Abschreckung und Verteidigung sowohl im Inland zu stärken als auch die Unterstützung für die Ukraine fortzusetzen, während diese gegen die russische Aggression verteidigten.
Rumänien bezeichnete den Vorfall als den „ernsthaftesten Sicherheitsvorfall“ seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Präsident Dan wies die volle Verantwortung auf die Russische Föderation hin, deren Verhalten die totale Missachtung des internationalen Rechts und der Sicherheit der Bürger eines NATO-Mitgliedstaates demonstrierte. Er betonte die Notwendigkeit, gemeinsam mit der NATO die Verteidigung der östlichen Flanke der Allianz zu stärken.
Die Reaktion der Europäischen Union war ebenso scharf. Die EU-Außenpolitikchefin Kaja Kallas verurteilte den Drohnenangriff als „offensichtlichen und schweren Verstoß“ gegen die Souveränität Rumäniens und den europäischen Luftraum. Sie erklärte, dass Moskau nicht ungestraft den europäischen Luftraum verletzen dürfe. Die EU-Außenminister versprachen, den Druck auf Russland zu erhöhen, die Unterstützung für die Ukraine zu verstärken und in die eigene Verteidigungsbereitschaft Europas zu investieren.
Auch andere Staaten äußerten ihre Besorgnis. Der US-Botschafter bei der NATO verurteilte die „rücksichtslose Incursion“ und versprach, jeden Zentimeter des NATO-Territoriums zu verteidigen. Zudem spekulierten Experten darüber, dass die Drohne möglicherweise durch die Ukraine als Abwehrmaßnahme gestört worden war, was den Vorfall als unbeabsichtigte Incursion erscheinen ließ. Der Vorfall unterstrich die anhaltenden Risiken, die durch die russische Aggression in der Region ausgeübt wurden.