Russland führte am Montag ballistische Raketen und Drohnenangriffe auf die Region Kiew durch. Die Behörden berichteten, dass acht Menschen getötet und Dutzende verwundet wurden, kurz vor einem NATO-Gipfel in der Türkei. Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, erklärte, Rettungskräfte holten Bewohner aus Gebäuden, die durch den nächtlichen Angriff zerstört worden waren.
Die Angaben besagten, dass sieben Menschen in Kiew und eine Person im Bezirk Bucha, nordwestlich der Hauptstadt, gestorben waren, während mindestens 34 Personen in Kiew und den umliegenden Gebieten verletzt wurden. Tymur Tkachenko, Leiter der Militärverwaltung der Kiewer Region, bestätigte, dass Raketen und Drohnen Wohnblocks und andere Gebäude getroffen hatten.
Tkachenko teilte auf Telegram mit, dass der Feind mit ballistischen Raketen angriff. Klitschko rief dazu auf, dass die Luftverteidigung in Betrieb war und forderte die Bevölkerung auf, sich in Schutzräumen aufzuhalten.
Der Angriff stellte den zweiten Vorfall auf der Hauptstadt und ihren Umgebung in weniger als einer Woche dar. Dies geschah inmitten einer Eskalation der Langstreckenangriffe beider Seiten, welche die Reichweite des Krieges mehr als vier Jahre nach dem umfassenden Angriff Russlands unterstrichen. Gleichzeitig verstärkte die Ukraine ihre Angriffe auf Energieanlagen innerhalb Russlands und insbesondere auf Territorien unter Moskauer Kontrolle, um die Kriegsanstrengungen des Kremls zu schwächen.
Im besetzten Krimgebiet erklärte der Gouverneur Michail Razvozhayev, dass ein ukrainischer Schlag nahe Sevastopol die Stromversorgung vorübergehend unterbrach. Er schrieb auf Telegram, dass die Stadt nach einem Angriff auf die Energieinfrastruktur nahe Sevastopol vorübergehend ohne Strom blieb.
Der Moskauer Bürgermeister Sergei Sobyanin berichtete über eine staatlich unterstützte Nachrichtenseite, dass mehrere Drohnenwellen, die auf die russische Hauptstadt zielten, von den russischen Luftverteidigungssystemen abgeschossen wurden. Präsident Selenskyj erklärte am Sonntag, dass die Truppen weiterhin für die strategische östliche Stadt Kostyantynivka kämpften, ein Tor zu wichtigen ukrainischen Positionen in der Donbass-Region. Moskau verkündete am Freitag, es habe die Stellung erobert, woraufhin Kiew diese Ankündigung als „Lüge“ zurückwies und betonte, dass die Verteidigung der Stadt fortgesetzt wurde.