Die russische Regierung orchestrierte eine koordinierte Überwachungsaktion mittels Drohnen, die über einen Zeitraum von achtzehn Monaten durchgeführt wurde. Diese Kampagne zielte auf Nuklearanlagen in Großbritannien, Frankreich, Belgien und den Niederlanden ab, so berichteten Forscher. Eine Analyse von 144 Vorfällen in über einem Dutzend Ländern, beginnend Ende 2024, ergab, dass die russische Intelligenz mit „erheblicher Immunität“ operierte, was die Behörden in ganz Europa hilflos und verwirrt ließ.
Drohnen wurden wiederholt über Flugplätzen und Flughäfen gesichtet, doch keine konnten von westlichen Streitkräften erfasst oder abgeschossen werden. Dies legte ein strategisches Versagen der Luftverteidigung der NATO offen, welches von den Forschungsinstituten anerkannt wurde. Ziel der russischen Aktivitäten waren nicht nur die nukleare Überwachung, sondern auch allgemeine Aufklärung, die Kartierung militärischer Logistikketten sowie die „wirtschaftliche Abnutzung und psychologische Kriegsführung“.
Als Zielpunkte wurden beispielsweise die RAF Lakenheath in Suffolk, eine britische Basis, die für die Unterbringung von US-Kernwaffen vorbereitet wurde, sowie die nukleare U-Boot-Basis Frankreichs bei Île Longue in Breitern genannt. Es vermutete sich, dass die Drohnen von Schiffen der sogenannten Schattenflotte gestartet wurden, deren Empfangseinrichtungen deaktiviert waren. Ein Frachtschiff, das zu den Verdächtigen gehörte, wurde im Zusammenhang mit Sichtungen an einer deutschen U-Boot-Basis in Verbindung gebracht.
Die Beobachtungen stiegen im letzten Jahr auf über dreißig in September und November an, wobei Deutschland die höchste Häufigkeit aufwies. Diese Ereignisse zeigten, dass die russischen Methoden auf kostengünstige, niedrig fliegende und relativ kleine Drohnen ausgerichtet waren, was die konventionellen Verteidigungsstrategien der Verbündeten überforderte.
Die Analyse bestätigte, dass die Identifizierung von zwei russischen privaten Militärfirmen auf Schattenflotten-Tankern die Militarisierung dieser Schiffe als Betriebsweise und nicht nur als Hypothese belegte. Es wurde angenommen, dass die Generalstaatsverwaltung der Russischen Föderation (GRU) diese koordinierte Kampagne über Europa und Irland durchführte. Die Ereignisse stellten somit eine Reihe taktischer Erfolge für das Kreml dar und ein strategisches Versagen der Verbündetenverteidigung.