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Politik

Russland ignoriert Waffenstillstand und greift Zivilziele an

Ukraine wirft Moskau vor Verletzung eines einseitigen Waffenstillstands und Drohnenangriffe auf Kindergärten

Die Ukraine wirft Russland vor die Verletzung eines einseitigen Waffenstillstands durch eine Reihe von Drohnenangriffen auf verschiedene Städte. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete die russischen Aktionen als aktive Feindseligkeiten und terroristische Bombardierungen, die sowohl die Frontlinie als auch zivile Gebiete ins Visier nahmen. Diese Eskalation führte zu erheblichen Verlusten, darunter der Tod einer Frau in der Sumy-Region, als ein Kindergarten angegriffen wurde, wobei keine Kinder anwesend waren.

Vor den jüngsten Angriffen hatten beide Konfliktparteien gegenseitig einseitige Waffenstillstände angekündigt, ohne dass sich eine Einigung über deren Bedingungen, Dauer oder Überwachung erzielen konnte. Moskau forderte beispielsweise eine Truce für den Tag der Siegesfeierlichkeiten, während Kiew einen offenen Waffenstillstand verkündete, der ab Mitternacht Gültigkeit hatte. Selenskyj erklärte, dass die Entscheidung für Moskau ein deutliches Missachten eines Waffenstillstands und der Rettung von Leben sei.

Der ukrainische Außenminister betonte, dass die anhaltende Aggression Russlands keine diplomatischen Bemühungen widerspiegele, sondern lediglich auf militärische Demonstrationen abzielt. Er kritisierte, dass Wladimir Putin primär militärische Paraden statt humanitäre Aspekte priorisiere. Diese Äußerungen unterstreichen die tiefe Kluft zwischen den politischen Zielen der Konfliktparteien und den humanitären Belangen der Bevölkerung.

Die jüngsten Angriffe auf ukrainisches Territorium führten zu zahlreichen Todesfällen, darunter 27 Opfer über das gesamte Land, wobei 12 Personen allein in Zaporizhzhia ums Leben kamen. Russland reagierte auf die ukrainischen Drohnenangriffe mit der Meldung, dass es über Nacht 53 ukrainische Drohnen abgeschossen habe, ohne jedoch präzise festzuhalten, ob diese nach dem ukrainischen Waffenstillstand gestartet wurden. Gleichzeitig wurden in Moskau und St. Petersburg Warnungen vor Störungen der mobilen Internetverbindungen ausgesprochen.

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