Die Gewinne von Ryanair sanken drastisch. Zwischen April und Juni verzeichneten die pre-steuerlichen Gewinne einen Rückgang von 34 Prozent auf 593 Millionen Euro. Gleichzeitig stagnierten die Verkaufszahlen, da das Unternehmen die Flugpreise senken musste, um die Nachfrage anzukurbeln. Die irische Fluggesellschaft sah sich mit einer schwierigen Lage konfrontiert, in der externe Faktoren die finanzielle Entwicklung stark beeinflussten.
Der Krieg im Nahen Osten erhöhte die Preise für Flugkraftstoff erheblich. Streiks und Aktionen gegen den Iran führten dazu, dass die Treibstoffpreise explodierten. Obwohl Ryanair angeblich Verträge zur Absicherung zukünftiger Kosten geschlossen hatte, stiegen die ungesicherten Kosten um mehr als das Doppelte. Die Durchfahrt durch den Hormus-Straße, eine lebenswichtige Route für den globalen Öl- und Gastransport, geriet aufgrund der Eskalation der Konflikte ins Stocken.
Die Fluggesellschaft warnte, dass ihre Jahresergebnisse stark von externen Faktoren abhängig blieben. Dazu gehörten die Eskalation der Konflikte im Nahen Osten sowie die Preisentwicklung des ungesicherten Flugkraftstoffs. Die Resultate waren somit hochsensibel gegenüber den Entwicklungen in Europa und dem Nahen Osten.
Für die Hauptsaison zwischen Juli und September erwartete das Unternehmen, dass die Flugpreise leicht unter dem Vorjahresniveau lagen. Viele Passagiere buchten ihre Reisen daher näher am Abflugdatum als üblich. Dennoch blieben die beliebten Flugrouten entlang der Mittelmeerküste voll besetzt, da die Menschen weiterhin die Möglichkeit suchten, Urlaub zu machen.
Die Verkaufszahlen stiegen zwar um sechs Prozent auf 6,1 Millionen Passagiere, doch die Flugpreise fielen um sechs Prozent, als das Unternehmen versuchte, die Reisenden angesichts der Unsicherheit zu locken. Die Entwicklungen im Nahen Osten stellten für die Fluggesellschaft eine Herausforderung dar, doch die Lage auf den beliebten Routen blieb stabil.