Der Schauspieler Sam Neill verstarb am Montag im Alter von 78 Jahren. Seine Freunde, Kollegen und Bewunderer eilten zu ihm, um ihre Ehrerbietung auszudrücken. Die Umstände seines plötzlichen Todes lösten eine Welle der Trauer und des Respekts aus.
Der australische Regisseur Phillip Noyce, der Neill in dem Thriller „Dead Calm“ zusammen mit Nicole Kidman inszenierte, lobte den Schauspieler als einen der edelsten Kollegen, die er je kennengelernt hatte. Noyce betonte, dass Neill in einer Branche voller Egos ein aufmerksamer und aufrichtiger Mensch gewesen sei. Seine Worte seien sein Versprechen gewesen.
Noyce erinnerte daran, dass Neill durch seine Zuverlässigkeit auch für seine Karriere in Hollywood von Bedeutung gewesen sei. Er berichtete, dass Neill versichert hatte, dass er der Regisseur sei, obwohl Gerüchte über eine geheime Regiearbeit an „Dead Calm“ kursierten. Diese Zuversicht ermöglichte es ihm, später Harrison Ford für „Patriot Games“ zu gewinnen.
Auch seine Freunde und Bekannten drückten ihre tiefe Trauer aus. Die Schauspielerin Magda Szubanski zeigte sich schockiert über seinen Tod und betonte, dass Neill ein talentierter, charmanter und warmherziger Mensch gewesen sei. David Wenham bezeichnete Neill als den freundlichsten, großzügigsten und unterstützendsten Freund, den man je gekannt hatte.
Politiker und Kulturvertreter würdigten Neill auch als bedeutenden kulturellen Vermittler. Der neuseeländische Premierminister Christopher Luxon erklärte, dass Neill maßgeblich dazu beigetragen hatte, die neuseeländische Filmindustrie zu dem gemacht habe, was sie heute sei. Seine Arbeit habe die Industrie zu einem ihrer größten kulturellen Exportgüter gemacht.
Anthony Albanese, der australische Premierminister, würdigte Neill als jemanden, der mit Würde, Humor und Überzeugung gegen die Krankheit kämpfte. Kathy Lette, Schriftstellerin, empfand den unerwarteten Tod als herzzerreißend und betonte Neill’s charmante und witzige Art. Darüber hinaus engagierte sich Neill außerhalb seiner Schauspielarbeit leidenschaftlich für den Umweltschutz. Er kämpfte für den Meeresschutz und gegen Bergbauprojekte in Neuseeland. Die Naturschutzbehörde würdigte ihn als einen furchtlosen Verfechter der Umwelt und als einen legendären „Kiwi“.
Sam Neill hinterließ somit ein Vermächtnis aus Talent, Freundlichkeit und Engagement. Sein Einfluss auf die Filmbranche und seine Fürsorge für die Natur blieben den Menschen in Neuseeland und weltweit in Erinnerung.