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Satellitenbilder enthüllten zwei neue Waldbrände in Kalifornien

Zwei Feuer verbreiteten sich in Simi Valley und auf Santa Rosa Island

Satellitenbilder zeigten die Ausdehnung von zwei neuen Waldbränden in Südkalifornien. Das Sandy Fire entzündete am Montagmorgen in Simi Valley, nordwestlich von Los Angeles, berichtete Gouverneur Gavin Newsom. Die Satellitenaufnahmen, die kurz nach dem Mittag aufgenommen wurden, zeigten eine große Rauchfahne, welche sich südlich der Stadt in die Luft hob. Die Einsatzkräfte der kalifornischen Behörden unterstützten die Brandbekämpfung mit 750 Feuerwehrleuten und „Nachtflug-Wasserwerfer-Helikoptern“, um die Hotspots zu bekämpfen.

Die Polizei von Simi Valley gab an, dass ein Einzelner einen Fels mit einem Traktor getroffen hatte, was den Brand auslöste. Das Feuer verbreitete sich daraufhin auf 1.364 Acres (550 Hektar), und es gelang den Behörden bislang nicht, es einzudämmen. Daten der Überwachungsplattform von Nasa zeigten, dass aktive Hotspots über Nacht in Richtung Süden auf Dienstag zogen.

Gouverneur Newsom informierte über die Evakuierung von über 10.000 Wohneinheiten aus Simi Valley und den umliegenden Gemeinden. Darüber hinaus befanden sich 3.500 Wohneinheiten unter Evakuierungswarnungen, die in das benachbarte Los Angeles County reichten. Die Bürgermeisterin von Los Angeles, Karen Bass, äußerte die Erwartung, dass das Feuer nicht in die Stadt vordringen würde, warnte jedoch aus Vorsicht.

Die Ausbreitung des Feuers wurde durch starke Winde am Montagmorgen begünstigt, die sich jedoch am Nachmittag abschwächten. Die Schulleitungen des Simi Valley Unified School District verkündeten für Dienstag den Ausfall der Unterrichtsstunden an allen ihren Standorten. Die Brandbekämpfung auf Santa Rosa Island, einer der fünf Inseln der Channel Islands, zeigte ebenfalls eine erhebliche Zerstörung. Dort verbrannten 14.600 Acres (6.000 Hektar) im Nationalpark der Channel Islands.

Die US National Park Service berichtete, dass das Feuer am Island erst am Freitag gemeldet worden war, aber bis Montagnachmittag konnten die Behörden keinen Teil des Feuers eindämmen. Mindestens 70 Feuerwehrleute und Ranger kämpften gegen die Flammen. Die Küstenwache berichtete, dass ein 67-jähriger Mann von der Inselküste gerettet wurde. Experten betonten, dass die Insel trotz ihrer fast unbewohnten Lage ein einzigartiges Ökosystem von Tier- und Pflanzenleben besaß. Die Satellitenbilder zeigten zudem, dass das Feuer über das Wochenende nach nordöstlich wanderte und nun landeinwärts ausbreitete.

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