Naturschützer retteten fast ausgestorbene Schnecken aus einer abgelegenen Felslandschaft auf der Insel Bugio in Portugal. Experten des Chester Zoos mussten unter gefährlichen Bedingungen Klippen erklimmen, um die Tiere in ihr natürliches Habitat zurückzubringen. Die Schnecken galten als letzte ihrer Art und ihre Erhaltung stellte eine dringende Aufgabe dar.
Die Konservierungsexperten hatten 300 nahezu ausgestorbene Schnecken gezüchtet und diese anschließend wieder in die Wildnis eingeführt. Die Aufgabe erforderte höchste Präzision und Mut. Die Forscher mussten sich durch dunkle Bedingungen kämpfen und Felsspalten suchen, in denen die Tiere sicher abgelegt werden konnten.
Tamas Papp, Assistenzmanager für Invertebraten im Chester Zoo, betonte die Dringlichkeit der Aktion. Er erklärte, dass sie nur eine Chance hatten, die Tiere zu retten, da die Wetterbedingungen kurzfristig eine Herausforderung darstellten. Es gab keine Anlegeplätze auf der Insel, weshalb die Teams direkt ins Wasser springen und dann die Klippen hinaufklettern mussten, um die Schnecken zu finden.
Die Schnecken, die kaum größer als ein Drittel eines Zolles waren, waren ökologisch von Bedeutung. Sie dienten dazu, Vegetation zu fressen und den Boden zu bereichern. Die Tiere wurden nun genau beobachtet, um zu prüfen, ob sie sich erfolgreich in die natürliche Umgebung integrierten.
Die Regierung Madeiras bat die Experten des Tierparks um Unterstützung bei der Erhaltung dieser seltenen Spezies. Diese Rettungsaktion zeigte die enorme Anstrengung, die nötig war, um fragile Arten vor dem Aussterben zu bewahren.