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Welt

Schüler getötet bei Schießerei in philippinischer katholischer Schule

Möglicher Zusammenhang mit Gewalt in Online-Spielen und sozialen Medien

Ein Schüler einer katholischen Mittelschule im Süden der Philippinen starb bei einer Schießerei. Ein Mitschüler schoss ihn tot, woraufhin dieser anschließend Selbstmord beging, berichtete ein lokaler Beamter am Dienstag. Die mutmaßliche Schütze nutzte eine .45-Kaliber-Pistole, die er in ein Klassenzimmer der Schule in Zamboanga City geschlichen hatte. Der Verdächtige schoss zunächst auf einen Lehrer, der am Tisch saß, traf jedoch nicht. Anschließend bewegte sich der Täter in ein anderes Klassenzimmer und erschoss einen Schüler, der daraufhin ums Leben kam. Lokale Medien verbreiteten angeblich Übertragungsaufnahmen der Tat, die eine Perspektive aus erster Hand zeigten, wobei die Waffe durch einen Gang bewegt wurde, berichtete die AFP News Agency. Die Behörden erklärten, dass die Lage unter Kontrolle war und keine weiteren aktiven Schützen mehr vorhanden waren.

Dieser Vorfall ereignete sich zwei Monate nach einer anderen Schießerei in der Stadt Tacloban im zentralen Gebiet. Bei dieser Vorfall wurden drei Schüler getötet und zwanzig weitere verwundet. Die Verdächtigen bei dieser früheren Tat waren zwei jugendliche Jungen, von denen einer regelmäßig ein explizit gewalttiges Online-Spiel spielte. Das Sandbox-Spiel Gorebox wurde in den Philippinen verboten, und der Senat untersuchte die Auswirkungen gewalttätiger Computerspiele auf junge Menschen. In diesem Kontext prüften die Behörden in Südostasien die Möglichkeit, die Nutzung sozialer Medien für Minderjährige einzuschränken, da mögliche negative Auswirkungen auf die Entwicklung befürchtet wurden.

Ein ähnliches Muster zeigte sich bereits früher. Ein thailändischer Teenager hatte Anfang des Monats acht Menschen sowie sich selbst in seiner Schule getötet. Die Ermittler stellten fest, dass dieser Jugendliche explizit gewalttätigen Inhalten in sozialen Netzwerken ausgesetzt gewesen war. Diese Ereignisse zeigten eine beunruhigende Entwicklung in der Region hinsichtlich der Auswirkungen digitaler Inhalte auf die jugendliche Psyche.

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