Drei Schüler starben und weitere wurden verletzt, nachdem zwei ihrer Mitschüler in einer Highschool im zentralen Teil der Philippinen feuerten, berichteten die Polizei. Die Ermittler vermuteten, dass die Täter, die 14 und 15 Jahre alt waren, durch einen tief sitzenden Groll aus Mobbing motiviert wurden. Einer der Verdächtigen wurde kurz nach der Schießerei an der San Jose National High School in Tacloban City festgenommen, während der zweite Täter später kapitulierte.
Die Täter waren mit einer .38-Revolver und einer 9-Millimeter-Pistole bewaffnet. Die Pistole gehörte einer Polizistin, die Verwandte eines der Verdächtigen und nun in Haft befand. Die Polizei stellte fest, dass die Motive der Tat ein Groll wegen Mobbing war. Es blieb jedoch unklar, ob die beabsichtigten Opfer in dem betreffenden Klassenzimmer waren.
Bei der Tat wurden etwa vierzig leere Geschosse vom Tatort gefunden. Neben den drei Todesopfern wurden drei weitere durch die Schüsse verletzt, und vier weitere erlitten Verletzungen in ihrer Panik, als sie flüchten wollten. Die Ermittler fanden zudem gewalttätige Videos, in denen einer der Jugendlichen eine Waffe in sozialen Medien abfeuerte. Dies deutete auf deutliche Verhaltenswarnzeichen hin, die übersehen worden waren.
Der Polizeisprecher erklärte, dass die Möglichkeit zur Verhinderung der Tat durch die Beobachtung solcher Warnzeichen hätte genutzt werden können. Die Mutter eines verstorbenen 15-jährigen Schülers forderte die Verantwortlichen auf, die Waffenbesitzer zur Rechenschaft zu ziehen. Sie betonte, dass die Waffen nicht in die Hände der Kinder gelangt wären, wenn es nicht um die Verantwortung der Waffenbesitzer ginge.
Das Bildungswesen äußerte tiefe Besorgnis über den Vorfall und rief zur Zusammenarbeit auf. Es wurde eine Überprüfung der Sicherheitsprotokolle der Schulen, der Richtlinien zum Mobbing und der Systeme zur Beobachtung des Schülerverhaltens angeordnet. Die Behörden betonten die Notwendigkeit, Eltern mit Waffen zur erhöhten Verantwortung aufzufordern und deren Waffen ordnungsgemäß zu verstecken.
Die nationalen Polizeidaten zeigten, dass die Gewaltdelikte in den letzten Jahren stetig zurückgingen. Die Regierung äußerte Bedauern über die Tragödie und versprach eine umfassende Untersuchung. Die Stadt Tacloban, die etwa eine Stunde Flugzeit von Manila entfernt liegt, erlebte zudem die verheerenden Folgen des Supertyphons Haiyan im Jahr 2013, der in der Region große Verluste verursachte.