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Welt

Schutz vor voyeuristischen Aufnahmen auf dem Oktoberfest

Frauen erhielten kostenlose Fahrradhosen zur Prävention von unerlaubtem Filmen

Frauen erhielten kostenlose Fahrradhosen, um sie vor unerlaubten Aufnahmen auf einer Fahrattraktion auf dem Oktoberfest zu schützen. Eine Untersuchung enthüllte Zehntausende von voyeuristischen Videos, die online zirkulierten. Die Videos konzentrierten sich auf Frauen, deren traditionelle Dirndl hochgezogen wurden und oft Unterwäsche zeigten.

Das Teufelsrad, eine der ältesten Fahrattraktionen des Bierfestes, erregte Aufmerksamkeit. Deutsche Journalisten entdeckten in den gefundenen Aufnahmen Bilder, die die Problematik des unerlaubten Filmens unter Kleidung aufzeigten. Diese Funde belebten die Bedenken hinsichtlich des sogenannten „Upskirting“ – das heimliche Filmen oder Fotografieren unter der Kleidung einer Person ohne deren Zustimmung. Dieses Verhalten war in Deutschland seit 2020 strafbar und konnte mit einer Geldstrafe oder bis zu zwei Jahren Haft geahndet werden.

Allerdings argumentierten Frauenrechtsbeauftragte, dass das geltende Gesetz nicht ausreichend gegen diese Form der Belästigung schützte. Die Recherche der Süddeutschen Zeitung ergab, dass allein auf den Meta-Plattformen über 32.000 Videos im Zusammenhang mit dem Teufelsrad gefunden wurden, einige davon mit Millionen von Aufrufen.

Die Betreiberin der Fahrattraktion, Elisabeth Polaczy, erklärte gegenüber der BBC, dass sie kostenlose Fahrradhosen an Frauen und Mädchen mit Dirndl verteilte, um sie vor Filmern zu schützen. Sie verteilte während des Oktoberfests über hundert Paar dieser Hosen. Polaczy betonte, dass sie alles tat, um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten.

Um die Situation zu entschärfen, stellten die Polizei Hinweise und Plakate in deutscher und englischer Sprache rund um die Attraktion auf. Eine Sprecherin der bayerischen Polizei teilte mit, dass sie seit 2025 Plakate gegen das Upskirting auf dem Oktoberfest aufstellten. Zudem verhaftete die Polizei einen 45-jährigen Schweizer Mann für das Filmen unter der Dirndl einer deutschen Frau auf dem Fest. Im Jahr 2025 erfolgten zehn Verhaftungen wegen Upskirting und sieben im Vorjahr.

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