FaktenBlitz
RSS
Zurück zur Übersicht
Welt

Schütze in Thailand tötete sieben Menschen bei Angriff auf Zuhause und Schule

Jugendlicher Schütze tötete Verwandte und Lehrer; Druck auf die Regierung steigt

Bei einem Schusswechsel tötete ein vierzehnjähriger Junge sieben Menschen und verletzte fünfundzwanzig weitere Personen. Der Vorfall ereignete sich bei einem Wohnhaus und einer Schule am Stadtrand von Bangkok in Thailand. Der Täter, ein Schüler der Debsirin-Schule in Nonthaburi, tötete seine Großeltern und fünf Lehrer, bevor er sich selbst das Leben nahm. Premierminister Anutin Charnvirakul teilte den Journalisten mit, dass der Angreifer noch über dreißig Munition besaß, als er die Waffe auf sich richtete.

Die Ermittler stellten fest, dass die Schüsse des Täters äußerst präzise waren und mehrere lebenswichtige Stellen des Körpers traf. Der Angriff stellte den zweiten Schusswechsel an einer Schule in Thailand in diesem Jahr dar und verstärkte den politischen Druck auf die Regierung, strengere Maßnahmen zur Waffenkontrolle zu ergreifen. Die Polizei wurde während des aktiven Schusswechsels vor Ort entsandt, als der Vorfall kurz nach zehn Uhr Ortszeit begann.

Ein weiblicher siebten Klasse Schüler berichtete über die Ereignisse. Sie erklärte, sie habe vor ihrer Lehrerin gestanden, als der Schütze erschien und sie erschoss. Sie berichtete, sie könne nichts als eine Staubwolke sehen zu haben. Sie schilderte, wie der Täter von Raum zu Raum durch die Schule zog und sie über den Schulzaun klettern musste, um mit ihren Freunden zu fliehen. Ihre Mutter äußerte die Sorge, dass die junge Frau den Tod erhofft hatte.

Weitere Zeugen berichteten von den Geräuschen der Schüsse. Ein anderer Schüler glaubte, die Geräusche der Schüsse seien wie Feuerwerkskörper gewesen. Es folgten wiederholt laute Schüsse, die dann verstummten und erneut begannen. Schüler und Lehrpersonal flohen aus dem Bereich, und diejenigen, die vor der Debsirin-Schule warteten, zeigten sichtbare Beunruhigung.

Die Behörden riefen die Bevölkerung zur Einhaltung von Abständen auf und bat Personen, die in den Gebäuden gefangen waren, sich zu verstecken und auf die Hilfe zu warten. Die Schule veröffentlichte anschließend eine Bitte um Blutspenden in sozialen Medien.

Premierminister Anutin zeigte sich bei den Opfern des Schulschusses mit Beileid. Er betonte, dass die Tragödie nicht geschehen durfte und dass dies den Grund sei, warum die Regierung das Besitz von Feuerwaffen für Bürger untersagte. Er äußerte seine Trauer darüber, dass der Vorfall in Thailand geschehen konnte.

Thailand verfügte über strenge Gesetze bezüglich Waffenbesitz, welche die illegale Beherrschung von Waffen mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren bestraften. Die Durchsetzung dieser Gesetze stellte jedoch eine Herausforderung dar. Es gab keine Hinweise darauf, dass die in diesem Fall verwendete Waffe, die im Besitz des Großvaters des Täters war, illegal erworben worden war. Schätzungen ergaben, dass etwa vierzig Prozent der Waffen in Südostasien illegal waren.

ThailandSchießereiWaffenkontrolleKriminalität

Teilen

𝕏 Twitter WhatsApp