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Politik

Schütze vor dem Weißen Haus

Möglicher Obsession: Verdächtiger wurde von Bundesagenten erschossen

Ein Schütze, der in der Nähe des Weißen Hauses feuerte, war bereits der US-Secret Service bekannt. Gerichtsunterlagen zeigten, dass der Mann, 21 Jahre alt, nach seiner Verhaftung zuvor versucht hatte, das Komplex zu betreten. Er wurde kurz nach 18 Uhr am Samstag in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht, wo er später als tot erklärt wurde.

Das Weiße Haus wurde kurz darauf am Samstag gesperrt, nachdem der Verdächtige einen Kontrollpunkt nahe einem Tor an der 17. Straße und der Pennsylvania Avenue NW angefahren hatte. Er zog eine Pistole aus einer Tasche und feuerte ab, so berichtete der Secret Service. Die Beamten erwiderten den Schuss und trafen den Verdächtigen. Ein Zeuge wurde ebenfalls getroffen, doch es blieb unklar, ob dies durch den Schützen oder durch die zurückgefeuerten Schüsse der Beamten geschah. Es gab keine Verletzten unter den Agenten.

Donald Trump, der zum Zeitpunkt des Vorfalls im Weißen Haus war, bezeichnete den Schützen in sozialen Medien als jemanden mit „einer gewalttätigen Vorgeschichte“ und einer „möglichen Besessenheit“ für das Weiße Haus. Der US-Präsident lobte die „schnelle und professionelle Reaktion“ der Strafverfolgungsbehörden.

Der Einzelne, identifiziert in den Medien als Nasire Best, war dem Secret Service bekannt, weil er mehrfach im vergangenen Sommer durch das Weiße Haus-Komplex zog und erkundigte, wie er Zugang zu verschiedenen Eingängen erlangen konnte. Ein Gerichtsdokument aus Juli 2025 belegte dies.

Best wurde am 26. Juni 2025 wegen „Störung der Fahrzeugzufahrt“ zu einer Zwangsunterbringung verurteilt. Am 10. Juli desselben Jahres wurde er wegen unbefugten Eindringens verhaftet, nachdem mehrere Beamte ihn zur Rede gestellt hatten, weil er Warnschilder ignorierte und in ein gesperrtes Gebiet außerhalb des Weißen Hauses trat. Best behauptete, er sei Jesus und habe „verhaftet werden wollen“. Ein Richter erließ eine „Verbotssanktion“, welche den Angeklagten untersagte, sich physisch in der Nähe einer Person oder eines Gebiets vor einem Prozess aufzuhalten und ihn vom Bereich des Weißen Hauses ausschloss.

Die FBI unterstützte den Secret Service und die örtliche Polizei bei der Ermittlung. Der Vorfall ereignete sich einen Monat nach einem Schuss bei einem Abendessen der Korrespondenten des Weißen Hauses in einem Washingtoner Hotel. Die Ereignisse unterstrichen die anhaltende Debatte über die Sicherheit und die zukünftige Gestaltung des wichtigsten Regierungssitzes der Vereinigten Staaten.

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