Die Regierung Südafrikas verurteilte die Verbreitung von sogenannten gefälschten Videos und Bildern, die angeblich Angriffe auf Ausländer dokumentierten. Diese Reaktion erfolgte angesichts einer zunehmenden diplomatischen Spannung zwischen Südafrika und anderen afrikanischen Staaten, nachdem neue Vorwürfe über eine steigende xenophobe Gewalt im Land aufkamen. Die Maßnahme zielte darauf ab, die internationale Reputation des Landes zu schützen und die Bemühungen Südafrikas zur Förderung einer besseren afrikanischen Agenda zu stärken.
Ghana forderte die Afrikanische Union auf, die Angelegenheit zu erörtern, da es eine ernste Gefahr für die Sicherheit und das Wohlergehen der afrikanischen Bevölkerung in Südafrika darstelle. Auch Nigeria äußerte seine Besorgnis und bot an, seine Staatsbürger zurückzuführen, angesichts von Befürchtungen vor Angriffen. Darüber hinaus warnten weitere Länder wie Kenia, Malawi, Lesotho und Simbabwe ihre Bürger in Südafrika vor möglichen Angriffen und appellierten an die Wachsamkeit.
Der Auslöser für diese diplomatische Eskalation waren Online-Clips, die vor etwa zwei Wochen kursierten und angeblich Gruppen zeigten, die Personen, die sie für illegal in Südafrika lebend hielten, bedrohten. In einem der Clips wurde ein Ghaneischer angeblich über seinen Aufenthaltsstatus zur Rechenschaft gezogen und aufgefordert, sein Land zu verlassen. Die Regierung Südafrikas betonte, dass diese Inhalte nicht nur falsch seien, sondern auch darauf abzielen, den guten Ruf des Landes international zu untergraben.
Parallel dazu protestierten Tausende Südafrikaner gegen die irreguläre Einwanderung in großen Städten und forderten die sofortige Ausweisung unerlaubter Ausländer. Demonstranten argumentierten, dass die unkontrollierte Zuwanderung negative Auswirkungen auf Arbeitsplätze, Wohnraum und Kriminalität habe. Die Regierung räumte ein, dass Proteste gegen die Zuwanderung legitim seien, stellte jedoch klar, dass Gewalt im Zusammenhang mit früheren Protesten inakzeptabel sei.
Südafrika dementierte jegliche Vorwürfe xenophobischer Angriffe und betonte, dass es keine solchen Vorkommnisse gäbe. Die Regierung erklärte, dass Opfer von fremden Personen allgemeiner Kriminalität seien, die die Polizei bekämpfen müsse, und dass die Verbreitung der falschen Inhalte darauf abzielte, die nationale Sicherheit zu gefährden.