Ein seltener östlicher imperialer Adler wurde nach monatelanger Gefangenschaft gerettet und anschließend in die Wildnis Serbiens zurückgebracht. Der Vogel hatte sich von seinem Nest verlässt, wurde jedoch in Syrien von Jägern erbeutet, die Lösegeld forderten. Nach langwierigen Verhandlungen lehnte die Organisation des Adlers die Forderungen kategorisch ab, da sie die Schmugglerkette dadurch indirekt unterstützen würden. Die Rettung des Vogels erforderte internationale Kooperationen, da er zunächst in ein Wildtiermuseum in Beirut, Libanon, gebracht wurde, wo er über einen halben Jahr zur Genesung verweilte. Erst nach einer Rückführung auf einem serbischen Militärflugzeug gelang die Repatriierung des Tieres nach Serbien.
Die Population des geschützten Tieres galt als kritisch gefährdet. Dennoch hatte die Schutzarbeit seit 2017 dazu geführt, dass die Anzahl der Paare in Serbien von einer einzigen Gruppe auf neunundzwanzig Paare gestiegen war. Experten beobachteten den jungen Raubvogel im Juli 2025, als er in Richtung des Nahen Ostens flog. Zu diesem Zeitpunkt begannen die Experten die Besorgnis zu äußern, da der Adler in eine äußerst unsichere Region vordrang. Als das Verfolgungssignal des Vogels im Oktober verloren ging, vermuteten die Verantwortlichen zunächst einen Fehler im Tracking-Gerät. Es stellte sich jedoch schnell heraus, dass der Adler entführt und von Jägern zum Verkauf angeboten worden war.
Nach Wochen kontaktierte eine Partnerorganisation in Libanon den serbischen Naturschützer und berichtete über die Forderungen der unbenannten Entführer. Die Verhandlungen führten schließlich zur Freilassung des Vogels, doch dies geschah erst nach einer komplexen Abwicklung. Flüchtlinge trugen den Adler über den Nahr al-Kabir-Fluss an der nördlichen Grenze zwischen Syrien und Libanon. Serbische Friedenstruppen, die aus Libanon zurückkehrten, eskortierten den Vogel anschließend zum Palic Zoo. Der Direktor des Zoos bestätigte, dass der Adler nach dem langen Transport mit dem Militärflugzeug erschöpft ankam und täglich überwacht wurde.
Nach mehr als einem Monat sorgfältiger Erholung wurde der Adler am Donnerstag in die Wildnis freigelassen. Die Experten wünschten dem Vogel, dass er gestärkt wurde, alle Widrigkeiten überstand, sein Territorium eroberte und Nachkommen hinterließ.